ZBV (2)
Kommandosache HC-9

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Inhalt: Die Star-Agenten Thor Konnat alias HC-9 und Hannibal Othello Xerxes Utan alias MA-23 werden beauftragt, auf einem geheimen Marinestützpunkt auf den Aleuten einen 'Maulwurf' aufzuspüren, der Sabotage betreibt. Ein Kernphysiker verschwindet mitsamt seinem U-Boot... HC-9 wird allerdings schon auf dem Weg dorthin unter Wasser angegriffen und muß sein Leben verteidigen - und seine Fracht - zwei hochbrisante, tödliche Kohlenstoffbomben... Story: Die beiden Top-Agenten der Geheimen Wissenschaftlichen Abwehr (GWA) stürzen sich in „Kommandosache HC-9“ hinein in ihr zweites Abenteuer. Abermals ist es erstaunlich, welche Ideen in dem Kopf von K. H. Scheer vor fast 50 Jahren schlummerten. Natürlich sind viele Dinge von der damaligen Zeit beeinflusst und bringen den Leser, bzw. Hörer in der heutigen Zeit leicht ins Schmunzeln, doch grade von diesen oftmals leicht naiven Charme geht in meinen Augen der größte Reiz dieser Folge und auch speziell der ganzen Serie aus. Ging es im ersten Abenteuer um ein tödliches Virus, so muss man im neuen Abenteuer einen geheimen Marinestützpunkt vor einem Maulwurf bewahren und dementsprechend geht es bei dieser Geschichte auch ordentlich zur Sache. Allerdings kommt die Handlung erst nach einer leichten Warmlaufphase, in der die Charaktere nochmals vorgestellt werden und auch erklärt wird, was sich hinter der GWA verbirgt so richtig in Fahrt. Für Hörer, die die erste Folge bereits kennen sind diese Ausführung schon etwas störend, aber auf der anderen Seite, kann man somit „Kommandosache HC-9“ hören, ohne den Vorgänger „Zur besonderen Verwendung“ zu kennen. Wenn diese Einleitungsphase vorbei ist, geht es aber direkt zur Sache und man steckt mittendrin in der einer spannenden Mischung aus Zukunftsvision und Agentenkrimi. Wer schon den ersten Teil mochte, der wird auch beim zweiten Abenteuer des ungleichen Agentenpaars auf seine Kosten kommen. Ich habe mich abermals sehr gut unterhalten gefühlt. Sprecher: Beim Sprecher gibt es keine Veränderung gegenüber Folge 1 und das ist auch verdammt gut so. Schon bei „Zur besonderen Verwendung“ erwies sich Volker Risch als wahrer Glücksgriff. Die Geschichten aus der Reihe „ZBV“ werden von Agent Thor Konnat, also aus der „Ich-Persektive“, erzählt und in so einem Falle braucht man einen Sprecher, der zu der Rolle passen muss. Bei Risch ist dies absolut der Fall und auch ansonsten zeigt er sich von seiner besten Seite und bemüht sich jeder vorkommenden Figur eine eigene, individuelle Stimme zu verleihen. Seine Leistungen haben mir auch bei der zweiten Folge insgesamt wirklich sehr gut gefallen. Musik und Effekte: In diesem Punkte gab es auch keine Veränderungen, aber in diesem Falle ist es schon schade. Keine Veränderung bedeutet hierbei nämlich, dass es weder Musik noch Effekte zu hören gibt, nicht mal zu Beginn oder Ende der einzelnen CDs. Ich finde dies schon schade, denn etwas spannende Musik, an den richtigen Stellen eingemischt, würde sicherlich noch die eine oder andere Spannungssteigerung ermöglichen. Aber gut … es handelt sich wirklich um eine reise Lesung und nicht um eine „inszenierte Lesung“ und insofern geht das schon in Ordnung. Fazit: Auch die zweite Folge der Reihe „ZBV“ kann auf ganzer Linie überzeugen. Die beiden Faktoren, die für ein Hörbuch am wichtigsten sind, überzeugen hier vollends. Man bietet eine Geschichte, die trotz ihres Alters immer noch sehr spannend ist und einen ganz eigenen Charme besitzt. Die Geschichte lässt man dann von einem Sprecher vortragen, der absolut mit dem Herzen bei der Sache ist und somit dem ganzen Geschehen Leben einhaucht. Wer schon das erste Abenteuer mochte, der wird auch von „Kommandosache HC-9“ begeistert sein. Des Weiteren kann ich diese Produktion nahezu bedenkenlos allen Fans von Sci-Fi- oder Agentengeschichten ans Herz legen. Das angestaubte, leicht naive Flair dieser Geschichten macht einfach Spaß beim Hören. Somit geht auch die zweite Produktion der „ZBV“-Reihe als wahre TOP-Produktion durch. ![]() ![]() ![]() ![]()
lord gösel |