USK (3)
Unfreundschaftsspiel




Inhalt:
Ami spielt beim multikulti Fußballverein FC Internationale. In der Nacht vor dem Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft von Amis C-Jugend wird der Inter-Platz verwüstet und das Vereinsheim zerstört. Rassistische Parolen bleiben zurück. Neonazis? Skins? Oder Hooligans? USK geraten tiefer und tiefer in einen Strudel von Gewalt, Erpressungen und gefälschter Berichterstattung. Die Lage wird immer bedrohlicher. Doch als Ami zusammengeschlagen wird, erhalten sie Hilfe von unerwarteter Seite!

Story:
Ein Thema welches in Deutschland wohl nie seine Brisant verlieren wird, wird in der dritten Folge der USK thematisiert: Fremdenfeindlichkeit. Die gebotene Geschichte ist allesdings nicht wirklich neu und man hat sie in leicht anderer Form schon in einer Menge deutscher TV-Krimis gesehen. Trotz dieser Macke hat mir die Geschichte dieser Folge von den bisherigen drein am besten gefallen. Allerdings offenbat sich abermals das Problem der Länge: Die 70 Minuten ziehen sich stellenweise schon etwas. Allerdings kann die Folge durch ihre "Aufklärungsarbeit" einige Pluspunkte sammeln. Dass Skinheads nicht direkt Nazis sein müssen dürfte wohl nicht jeder wissen. Wirklich gut ist die Geschichte aber dennoch nicht. Durschnittlich.

Sprecher:
Probleme machen mir nachwie vor einige der Formulierungen, bei denen die beteiligten Sprecher stets irgendwie hölzern wirken. Sieht man mal davon ab, sind die Leistungen dennoch nicht wirklich gut. Der Sprecher von Ami klingt zu jung und die Sprecherin von Jule (die ohne Frage die beste Sprecherin im Team ist) klingt doch wesentlich älter als 13. Die restliche Herren der USK wirken oft ehr gelangweilt in ihren Rollen. Eigentlich kann man sich nur wiederholen: Schlecht ist hier keiner aber auch keiner ist wirklich gut, was unterm Strich dann wieder einen durchschnittlichen Eindruck macht.

Musik und Effekte:
Abermals gibt es keinerlei Musikstücken zwischen den einzelnen Szenen, wodurch die übergänge oftmals holperig wirken, da man für Sekunden "in der Luft" hängt. Dies ist sehr schade, da man die eine oder andere Szene mit Musik untermalt und dort beweist, dass man durchaus in der Lage ist spannungsfördernde Melodien zu kreieren. Es wird auf die Dauer langweilig ... aber die Effekte sind ohne Frage sehr beeindruckend. Grade was Hintergrundgeräusche angeht ... hier wird gute Arbeit geleistet. Leider hapert es dafür an einigen Stellen an der Abmischung, so dass die Geräusche aus dem Hintergrund so laut sind, dass es schwerfällt den Dialogen zu folgen. Was hier geboten wird ist besser als durchschnittlich, oder auch nicht wirklich gut.

Fazit:
Mit "Unfreundschaftspiel" legt die in meinen Ohren bis dato beste Folge der Serie vor. Die Handlung ist hierbei der grosse Pluspunkt, da sie wesentlich mehr zu fesseln vermag, als die langweilig "grosse Casting-Affäre". Dennoch ist hier noch einges an Verbesserungen nötig, um wirklich gute Hörspiele abzuliefern. Die Geschichten sollte man straffen und die Sprecher müssten noch etwas mehr Elan an den Tag legen. Desweiteren sollte man darauf achten, die Effekte nicht zu laut in das Geschehen einzumischen. Ich muss ehrlich zugeben, dass die Serie ohne Frage einen eigenen Charme hat, was ich nach der in meine Ohren sehr vermurksten Folge 1 nicht für möglich gehalten hätte. Allerdings frage ich mich, ob die Serie bei der angesprochen Zielgruppe (ab 10 Jahren) wirklich Zuspruch finden wird. Mein Fazit für diese Folge: Kann man kennen, man hat aber nichts versäumt, wenn man sie nicht kennt ... oder kurz: Durchschnittlich.



lord gösel