Tonspuren (2)
Wettlauf zum Tod

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Inhalt: Ein eisiger Wind peitscht die dicken Regentropfen über die verlassenen Strassen. Die Strasse glänzt feucht und glatt. Das Licht der Laternen spiegelt sich auf dem nassen Asphalt. Nacht und Regen machen die Sicht fast unmöglich. Nervös umklammert Ruth das Lenkrad und starrt angespannt auf die Fahrbahnmarkierung. Auf einmal bemerkt sie zwei gleißend helle Scheinwerfer im Rückspiegel. Der Wagen hinter ihr beschleunigt und fährt immer dichter auf. Sie muss schneller fahren, den Verfolger abschütteln. Auf einmal setzt der Wagen zu einem Überholmanöver an. Ruth schaut entsetzt in den Rückspiegel. Wer hat es nur auf sie abgesehen? Martin hat einen teuflischen Plan ausgeheckt. Er will seine Frau umbringen, um an das Geld aus der Lebensversicherung zu kommen. Er hat nur eines nicht bedacht: Eine Million Euro sind auch für Ruth ein triftiger Grund, ein Mordkomplott anzuzetteln und er soll das Opfer sein. Wessen Plan gelingt zuerst? Ein mörderischer Wettlauf mit der Zeit beginnt ... Story: Und der Hörer ist mittendrin in diesem "Wettlauf zum Tod" (ein wirklich passender Titel!) Wessen Plan wird zuerst aufgehen? Wer steht am Ende mit den 10 Millionen (nicht wie im Klappentext behauptet 1 Million) Euro in der Hand da? Die Geschichte weiss zu gefallen und baut die Spannung schön und stetig auf. Völlig ohne Actioneinlagen kommt diese Folge aus. Keine Schiesserei, keine Prügelleien oder ähnliches, lediglich einen Einbruch in einer Apotheke gibt es. Dennoch (oder grade deswegen?) macht es einfach Spass dem Ganzen zu lauschen, zu hören, wie die Morde am Partner immer detaillierter geplant werden und wie auf beiden Seiten der unvermeidliche Tag X näherrückt. Der aufmerksame Hörer wird zwar schon nach etwa der Hälfte wissen, worauf es hinausläuft, aber das ändert nichts an der Spannung. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Sprecher: An prominenten Sprechern haben wir hier erstmal das komplette Team von "Einbruch der Nacht", sprich Konrad Halver, Michael von Rospatt, Susanne Wulkow und Reinhilt Schneider. Da hier keiner eine Person in einem Alter verkörpern muss, dass er schon lange hinter sich gelassen hat,sind die Leistungen allesamt sehr gut. Besonders hevorzuheben ist Michael von Rospatt, dem die innere Zerissenheit deutlich anzuhören ist. Reinhilt Schneider liefert zwar eine gewohnte "Stöhnleistung" ab, aber in diesem Falle passt es zur Rolle ( eine Tratschtante ;) ). Die übrigen Sprecher sind dann "alte" Bekannte aus dem Hause Pandoras Play. Am überzeugensten von ihnen ist eindeutig Marco Göllner, der auch in fast allen anderen Produktionen von Pandoras Play mitgesprochen hat. Dicht auf folgt ihm Katja Behnke, die auch das Skript verfasst und Regie geführt hat. Etwas hölzern ist hingegen die Leistung von Ruth-Sprecherin Katrin Glaesker und auch Werner Birk ließt ehr ab, als dass er "spielt". Insgesamt hat man eine gute Mischung von Profis und Amateuren, die gemeinsamen einen guten Eindruck hinterlassen. Musik und Effekte: Keine Bohn-artige Musik, dafür ehr simpel gehaltene orchestrale Sounds, die stellenweise an den Harry Potter-Soundtrack erinnern. Das "Simpel" ist aber nicht negativ zu verstehen, sondern ehr im Gegenteil, denn die Untermalung ist sehr effektiv. Die ständig vorhandene Bedrohung wird dadurch verstärkt. Bei den Effekten gab es bei Pandoras Play selten grossartig was zu meckern und so ist es auch hier, alles schön realistisch. Hut ab. Fazit: "Wettlauf zum Tod" stellt eine eindeutige Steigerung gegenüber der ersten Folge dar. Die spannende Geschichte wird von einem hörenswerten Sprecherteam gut in Szene gesetzt und von passender Musik untermalt. Als kleinen Bonus gibt es auf der CD neben den mittlerweile obligatorischen "Outtakes" noch drei entfalle Szenen zu hören, die von Autorin Katja Behnke kommentiert werden. Platz nach oben gibt es natürlich noch und Pandoras Play wird hoffentlich auch weiterhin daran arbeiten stetig besser zu werden. Alles in allem eine wirklich gute und spannende Produktion, die man gerne öfters hört. ![]() ![]() ![]()
Anmerkung: Weitere Informationen zu den "Tonspuren" und weiteren Produktionen von Pandoras Play findet ihr unter folgendem Link: www.pandorasplay.de lord gösel Anderer Meinung? Sag es uns hier: Diskussionsecke |