John Sinclair (CSE01)
Die Comedy

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Inhalt: Die Menschheit steht am Abgrund! Asmodina, die Tochter des Teufels, hat die Apokalypse heraufbeschworen! John Sinclair, der Sohn einer Mutter, eines Vaters und des Lichts, versucht sich ihr in den Weg zu stellen - und tappt damit in die schrecklich-teuflische Höllen-Falle des grausamen Horror-Entsetzens! Es beginnt ein wahnwitziges Abenteuer mit mordlüsternen Dörflern, kettensägenden Zombies, blutrünstigen Werwölfen, schnatternden Seelenfressern, kreischenden Weibern, knarrenden Türen, geschwollenen Lippen, Bärenfallen, fallenden Bären, dem Unfassbaren, Grimes, Ghouls, Handies, Hundies, unzähligen Insider- und Outsider-Gags sowie einem der spektakulärsten Endgegner aller Zeiten! Story: Anstatt auf das Rufen der Fans zu hören und endlich die regulären Hörspiele der Sinclair-Serie fortzusetzen, haut man dem Hörer erst ein mal eine weitere Sonder-Edition um die Ohren … und zwar in diesem Fall „Die Comedy“. Der Name macht es schon klar, hier nimmt man sich selbst auf die Schippe und unternimmt gezielt den Versuch Sinclair und das Horror-Genre an sich etwas durch den Kakao zu ziehen. Allerdings gibt es ein entscheidendes Problem bei diesem Unterfangen: Humor ist _sehr_ geschmacksabhängig. Was den einen dazu bringt, sich vor Lachen auf dem Boden zu kugeln, entlockt dem anderen nicht mal ein müdes Lächeln. Eben dieses Phänomen habe ich auch hier bemerkt, denn manche Gags fand ich schon witzig, während meine Frau nur ein müdes „Haha“ als Reaktion zeigte. Erschwerend hinzu kommt auch die Tatsache, dass die Gags stellenweise ein sehr unterschiedliches Niveau haben. Hier ist nahezu alles vertreten: Von „intelligenten“ Parodien der Sinclair-Serie, über „normale Situationskomik“ bis hin zu total flachen Humor unterhalb der Gürtellinie. Was ist eigentlich mit der Handlung selbst. Nun … die ist eigentlich nicht wirklich eine Geschichte, sondern viel mehr Mittel zum Zweck. Obwohl man hier und da gezielt bestimmte Ereignisse auf die Schippe nimmt, kann man nicht davon reden, dass die Handlung wirklich spannend wäre. Insgesamt vermag es die Geschichte zwar zu unterhalten, aber es kommt eben wie schon geschrieben darauf an, ob man sich mit den Gags nun anfreunden kann, oder nicht. Sprecher: In diesem Punkt unterscheidet sich „Die Comedy“ nahezu gar nicht von den „normalen“ Hörspielen der Serie. Wie auch? Schließlich kommen auch hier dieselben Charaktere wie in den regulären Folgen zum Einsatz. Dementsprechend hört man hier so bekannte Stimmen wie Frank Glaubrecht, Joachim Kerzel, Franziska Pigulla, Detlef Biersted, Martin May oder Boris Tessmann und die Leute wissen, was sie tun. Hier und da klingen manche Passagen schon ziemlich dümmlich, doch in den Fällen ist es auch gewollt, da es ja komisch sein soll. Nein … die Sprecher machen nichts falsch und liefern, wie auch sonst nahezu immer, gute bis sehr gute Leistungen ab. Musik und Effekte: Auch hier steht man den regulären Veröffentlichungen in Nichts nach. Allerdings nimmt man sich auch hier in einigen Punkten selbst auf die Schippe: Es ist ja durchaus bekannt, dass die Effekte bei dieser Serie immer extrem laut in Geschehen eingemischt werden, um (zwar ziemlich platte, aber dennoch äußerst effektive) Shock-Effekte zu schaffen. Hier übertreibt man es dann auch mal an unpassenden Stellen, wie etwa der Szene als Glenda Jane von einem Knebel befreit. Derartige Aktionen unterstreichen den Comedy-Faktor natürlich und sorgen auch für den einen oder anderen Lacher. Wie auch bei den Sprechern, so zeigt man sich hier auf dem üblichen Niveau und liefert folglich eine gute bis sehr gute technische Seite ab. Fazit: TOP oder FLOP? Nun … die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Das grösste Problem bleibt einfach, dass Humor extrem persönlichkeitsabhängig ist und man dementsprechend keine Prognose treffen kann, wie der Hörer auf die Gags reagiert. Ebenfalls ist es fraglich, ob die echten Fans der Serie einen derartigen Klamauk überhaupt hören wollen. Wenn man sich gut mit der Serie auskennt, dann bekommt man hier eine paar durchaus gelungene Persiflagen geboten. Wer die Serie nicht kennt dürfte Probleme mit dem Verständnis einiger Jokes haben. Auch wenn die Sprecher und die technische Seite in gewohnter Manier überzeugen können, so kann ich dennoch keine eindeutige Empfehlung für diese Produktion aussprechen. Allerdings möchte ich betonen, dass ich diese Produktion für wesentlicher gelungener halte, als „Der Pfähler“. Für Fans der Serie, die auch keine Probleme mit der Idee einer Verarschung haben, sicherlich ein Ohr wert, aber wirklich kennen muss man diese Produktion nicht. Was mich in diesem Urteil auch bestärkt ist der Preis, der mit Dimensionen von 15 Euro eine schiere Unverschämtheit für 55 Minuten Hörspiel ist. Alles in allem bleibt „Die Comedy“ eine durchschnittliche Produktion. ![]() ![]()
lord gösel |