Point Whitmark (8)
Am Berg der Nebelspinne


Inhalt:
Auf den Spuren des verschollenen General Crawley gelangen Jay, Tom und Derek an die Hänge des Mount Washington. Dort werden sie Gefangene tödlicher Naturgewalt und einer ebenso gefährlichen Bande von Kriminellen. Ihre Flucht führt die drei Feunde schlie▀lich tifer und tiefer in die schier endlose Wälder. Aber sicher sind sie dort nicht, denn Murach-Tabor tritt aus dem Nebel, um grausame Rache zu nehmen ...

Story:
Die Geschichte ist etwas zwiespältig, denn sie kommt nur sehr, sehr langsam in Fahrt. Etwa eine halbe Stunde lang passiert noch herzlich wenig Spannendes oder grossartig Unheimliches und man hat schon beinahe das Interesse verloren ... da geht es dann plötzlich los. Und wie! Spannend, unheimlich und actiongeladen. Da macht das Hören direkt wieder richtig Spass und man fiebert dem Ende und der Auflösung um Murach-Tabor entgegen. Leider überzeugt die Geschichte aber eben nicht über die volle Distanz. Zu lange dauert es, bis richtig Pepp in die Handlung kommt. So bleibt insgesamt eine Geschichte die ich in Schulnoten mit einer knappen "3-" benoten würde.

Sprecher:
Was die Geschichte nicht bringt ... die Sprecher reissen es wieder raus. Bei einem Blick ins Booklet stellt man erfreut fest, dass man hier ein Wiederhören mit alten "EUROPA-Hasen" hat. Konrad Halver, Rolf Jülich und Reinhilt Schneider geben sich hier die Ehre. Die Leistungen stimmen und auch Frau Schneider kommt gänzlich ohne "Stöhn-Orgien" aus. Bei den "übrigen" Sprechern gibt es nichts zu beanstanden. Niemand ist hier auch nur ansatzweise schlecht, stattdessen bekommt man mit den Hauptsprechern Synchron-Profis geboten, die wie bei allen vorangegangenen Folgen überzeugen.

Musik und Effekte:
Musik und Effekte tragen wie schon bei der letzten Folge einen grossen Anteil an der Atmosphäre. Wenn es hinterher dramatisch wird ist die Musik auch stets passend gewählt und weiss zu überzeugen. Beide Faktoren werten das Gesamtergebniss nochmal auf.

Fazit:
Das Hauptproblem liegt hier bei der Geschichte. Sie kommt einfach zu langsam aus dem Quark. Fast die Hälfte der Folge ist verstrichen, bevor es endlich mal richtig "RUMS" macht. Die guten Sprecher und die wieder einmal mehr als gelungene Mixtur aus Sounds und Musik rettet die Folge aber auf ein gutes Niveau. Nach der Folge 7, die ich wirklich phantastisch fand, kommt die 8. Folge etwas ernüchternd daher. Schlecht ist dieses Hörspiel auf keinen Fall, aber eben "nur" GUT und bei dieser Serie ist man besseres gewohnt. Dennoch kann man hier ohne Frage ein Ohr riskieren.



lord gösel