Edgar Allan Poe (10)
Das ovale Portrait

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Inhalt: Auf der Suche nach der verschwundenen Leonie Goron Poe kann sich Poe in Dr. Templetons Haus einschmuggeln. Im Haus entdeckt Poe ein seltsames Porträt in einem ovalen Rahmen. Aber das ist nicht alles. Im Keller-Labyrinth findet er Leonie Goron. Und sie ist nicht allein: in ihrer Gesellschaft befinden sich mehrere grauenvoll zugerichtete Leichen. Story: Grauenvoll zugerichtete Leichen .. das klingt schon nach ziemlich starkem Tobak. Und dem ist auch so. Was Poe und Leonie Goron in dem unterirdischen Labyrinth unter dem Haus von Doktor Templeton erwartet ist arg erschreckend. Doch man braucht nun nicht zu glauben, dass es dieser Folge nur um einige ekelige Leichen geht, oh nein. Hier wird der grosse Handlungsrahmen der Serie ein ganzes Stück vorangebracht. Es gibt neue Information über den bösen Doktor, über Leonies Freundin Lucy und die Verbindung zwischen den beiden und vorallem eine neue Spur, der Poe auf der Suche nach seiner Identität nachgehen kann. Wem die düstere Stimmung der Geschichte und Happen an Aufklärungen noch nicht reichen, dem sei noch gesagt, das es hier noch 2 überaus ordentlich gestaltete Action-Sequenzen zu Hören gibt. Insgesamt eine absolut packende Geschichte, die für den weiteren Verlauf der Serie ohne Frage eine grosse Bedeutung hat und mir sehr gut gefallen hat. Sprecher: Nachwievor zeichnet sich die Serie nicht grade durch einen besonders grossen Cast aus. Letzteres ist aber eigentlich auch gar nicht von Nöten, da Ulrich Pleitgen allein schon ausreicht um die Produktionen nahezu immer hörenswert zu machen. Auch in der vorliegende Geschichte, hat er mal wieder einiges an Erzählertext zu bewältigen, da Poe viel im Alleingang unterwegs ist. Und ... er erledigt seinen Job mehr als nur souverän. Er lebt die Rolle regelrecht, was den "Spass" am Hören unglaublich steigert. Da fällt es fast gar nicht mehr auf, dass man in den Nebenrollen bekannte Synchronsprecher und Schauspieler der Marke Gerald Schaale (Dt. Stimme von David "Ross" Schwimmer), Iris Berben, Till Hagen, Peter Groeger oder Santiago Ziesmer zu hören bekommt. Diese Folge kann sich problemlos das Prädikat "hervorragend" für die gebotenen Sprecherleistungen sichern! Musik und Effekte: Wie schon im Punkt "Story" geschrieben, zeichnet sich diese Folge mal wieder durch eine unglaublich dichte und vorallem beklemmende Atmosphäre aus. Diese ist die logische Konsequenz aus der Verbindung von zwei Faktoren, die im Hörspielbereich einfach unglaublich wichtig sind: Musik und Effekte. Das unheimliche Labyrinth, durch das Poe und Leonie schleichen, wird durch viele Effekte im Ohr real und die unheilsschwangere Musik setzt dem ganzen noch die Krone auf. Doch man beherrscht nicht nur die Umsetzung von dramatischen Szenen sehr gut, sondern man hat auch ein ordentliches Gespür für die Untermalung von Action-Szenen, was man bei dieser Folge nachhören kann. Die Verwendung eines "echten" Mini-Orchesters (Streichquartett) verpasst dieser Serie einfach immer wieder eine ganz eigene Note. Die technische Seite dieser Produktion ist auf der Höhe der Zeit und absolut gelungen. Fazit: Es geht mit einem wahren Donnerschlag weiter. Diese Folge bietet einfach alles, wofür diese Serie steht: Es gibt eine spannende und durchweg düstere Geschichte, die von wirklich sehr guten Sprechern zum Leben erweckt wird. Die geschickte Kombination von passenden Effekten und unheilsschwangerer Musik lässt in Verbindung mit der Geschichte eine unglaublich dichte und düstere Atmosphäre entstehen. Ein weiteres Highlight dieser Serie haben wir hier vorliegen und für meinen Geschmack ein weiteres Hörspiel, dass einen heissen Anwärter auf den Titel "Hörspiel des Jahres" darstellt. Der langen Rede kurzer Sinn: "Das ovale Portrait" ist eine waschechte Top-Produktion! ![]() ![]() ![]() ![]()
lord gösel |