Edgar Allan Poe (8)
Lebendig begraben

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Inhalt: Poe und Leonie treffen überraschend Dr. Templeton, Poe Arzt. Er lädt sie auf sein Landhaus ein, um Leonie behilflich zu sein, etwas über die Geschichte ihrer toten Freundin herauszufinden. Was sie nicht ahnen: Sie kommen der Lösung des Rätsels bedrohlich nahe. In Dr. Tepletons Haus finden sie einen Sarg und kurz darauf ist Poe lebendig begraben. Story: Es beginnt relativ ruhig und steigert sich immer mehr in einen Alptraum, doch diesmal ist es gar kein Traum! Ja, in der Tat! Man bricht aus dem bisherigen Rahmen der Serie aus und was in dieser Folge passiert, geschieht alles in Poes Realität und nicht in seinen Träumen. Was als harmloser Besuch auf dem Landsitz von Dr. Templeton beginnt, spitzt sich schnell zu, denn Poe und Leonie stehen vor einigen Rätseln und in ihnen entsteht schnell ein böser Verdacht. Die Spannung steigt stetig an und gipfelt für Poe in dem titelgebenden Ereignis. Des Weiteren scheinen sich für ihn einige Fragen zu klären und nun mehr ist er nicht mehr auf der Suche nach seiner Identität, sondern auf der Jagd! Was kann man grossartig sonst zu der Geschichte sagen? Sie ist packend, dramatisch, spannend und flott erzählt und bringt endlich auch etwas Licht in das Dunkel um Poes Identität und treibt somit auch den Handlungsrahmen voran. Allerbeste Unterhaltung für Freunde von düsteren Geschichten ist hier garantiert. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ist grade nach der langweiligen 7. Folge der reinste Quantensprung! Sprecher: Ein Blick ins Inlay offenbart uns, dass hier grademal 5 "echte" Sprecher am Werk sind. Die Stimmen für den deutschen und englischen Prolog sowie die Ansage lassen wir mal außer Acht. 2 der 5 Rollen sind derart kurz, dass man die Leistungen der beiden Sprecher (Thomas B. Hoffmann und Christian Bielefeld) nicht grossartig bewerten kann. Somit wird also der Grossteil des Hörspiels von Till Hagen als Dr. Templeton, Iris Berben als Leonie Goron und Ulrich Pleitgen als Poe absolviert. Den Vogel schiesst hierbei wieder erwartungsgemäß Pleitgen ab, der natütlich den meisten Text hat. Seine Performance ist unglaublich intensiv und grade wenn er dann "lebendig begraben" ist, meint man als Hörer fast die Steinwände zu fühlen, die Poe umgeben. Hut ab für diese Performance. Dagegen verkommen die restlichen Sprecher fast schon zu Statisten, obwohl auch ihre Leistungen sehr gut sind. Aber Pleitgen ist es dann, der diese Folge sprechertechnisch zum Prädikat "hervorragend" führt! Musik und Effekte: Die gesamte Folge zeichnet sich mal wieder durch eine sehr dichte Atmosphäre aus. Zu Beginn im Hafen von New Orleans werden sehr passende Effekte eingesetzt, um das Szenario lebendig wirken zu lassen, doch den Höhepunkt erreicht man bei den Szenen auf Templetons Anwesen und ganz besonders im Mausoleum. Die Kombination von passenden Effekten und überaus eindringlicher Musik funktioniert hier ausgezeichnet und als Hörer meint man neben Poe zu liegen. Überhaupt wirkt die gesamte Atmosphäre auf dem Landsitz überaus bedrohlich. Vergleiche mit "Gabriel Burns" braucht man definitiv nicht zu scheuen, denn die technische Seite ist absolut beeindruckend. Fazit: Es beginnt düster und steigert sich in einen (diesmal realen) Alptraum! Diese Folge hat mich schlichtweg begeistert und das auf ganzer Linie. Die Geschichte steigert sich immer weiter und gipfelt in einem Höhepunkt, der einfach brilliant umgesetzt wird. Ein Ulrich Pleitgen in Bestform und die gewohnt phantastische Kombination von Effekten und Musik lassen dieses Hörspiel zu einer Produktion werden, die das Prädikat "Kino für die Ohren" mal wieder auf eindrucksvolle Weise definiert. Nach der doch eher durchschnittlichen 7. Folge legt man mit "Lebedig begraben" einen Kracher allerersten Güte vor. Für mich das bisherige Highlight der Serie und mindestens auf einer Stufe mit "Die Grube und das Pendel" und "Sturz in den Mahlstrom", wenn nicht sogar noch etwas besser. Ein echter Leckerbissen für alle Fans von gruseliger Unterhaltung ... eine wahre TOP-Produktion eben. Punkt! ![]() ![]() ![]() ![]()
lord gösel |