NYPDead (5)
VX




Inhalt:
Richter Malone, genannt „Dirty Harry“ stirbt im Bett einer Hure. Tragisch und moralisch zu hinterfragen. Mehr nicht. Interessanter sind da schon die brutalen Morde an einer Baudezernentin und einer erfolgreichen Architektin. Mussten beide wegen des Großprojektes „Little Italy“ sterben? Und auch im Todesfall Malone tauchen plötzlich erhebliche Zweifel an der gestellten Erstdiagnose auf. Denn obwohl die Fälle nichts miteinander zu tun haben, führen die Spuren bei beiden nach Little Italy. Eine Spur, bei der selbst eine Leiche todbringender sein kann, als eine Kugel...

Story:
Nachdem man sich zwischen den Folgen 3 und 4 reichlich Zeit gelassen hatte, ist der Abstand zwischen Folge 4 und 5 erfreulich kurz ausgefallen. Kurz ist auch direkt das passende Stichwort für die Spielzeit, denn die ist mit etwas über 50 Minuten erfreulich kurz ausgefallen und mehr denn je orentiert man sich am großen Vorbild, den amerikanischen TV-Epsioden von Abendserien. In 50 Minuten bleibt herzlich wenig Zeit für lange ausufernde Dialoge, wie sie Autor Andreas Masuth gerne bei seinen anderen Serien („Danger“, „Der wundersame Lord Atherton“, etc) präsentiert. Stattdessen sind kurze knackige Szenen und schnelle Wechsel an der Tagesordnung, so dass die Handlungsdichte sehr hoch ausfällt. Rein inhaltlich präsentiert man sich auch ein gutes Stück glaubwürdiger, als es etwa bei Folge 3 der Fall war. Der Umstand, dass es einer der Hauptfiguren ans Leben geht, sorgt für zusätzliche Spannung und Dramatik und somit kann mit der präsentierten Geschichte sehr zufrieden sein.

Sprecher:
Bei Maritim ist man es mittlerweile gewohnt, dass die Besetzung stets sehr prominent ausfällt und auch die fünfte Folge „NYPDead“ stellt in diesem Zusammenhang keine Ausnahme dar. Die Hauptrollen liegen weiterhin in den Händen von Wolfgang Condrus, Ghadah Al-Akel und Norman Matt und dieses Dreigespann vermag es ohne größere Probleme die Serie zu tragen. In den übrigen Rollen mischen dann die „üblichen Verdächtigen“ einer Produktion aus dem Hause Maritim mit: Peter Groeger, Karin Eckhold, Gisela Fritsch oder Niels Clausnitzer sind mit von der Partie und größtenteils geht das Gebotene auch als wirklich gut durch. Dennoch muss man mit ein paar Einschränkungen leben: So wirkt Peter Groeger in meinen Ohren für die Rolle des liebestollen Richters schlicht viel zu alt. Was mich ebenfalls sehr überraschte war Niels Clausnitzer, denn seine Stimme klingt hier erschreckend alt. Nicht falsch verstehen: Ich weiß sehr wohl, dass der gute Mann über 80 ist, aber seine Stimme ist in sehr kurzer Zeit schnell gealtert, leider. Trotz allem kann man insgesamt mit den Lesitungen der Sprecher zufrieden sein.

Musik und Effekte:
Musikalisch bleibt man der Linie treu und es geht laut, knallig und für manche Hörer sicherlich auch irgendwie „krachig“ zu. Hier treffen harte Gitarrenriffs auf elektronische Beats und wecken somit direkt Assoziationen mit der musiklaischen Untermalung der patestehenden Serie. Allerdings leistet man für meine Begriffe diesmal nicht immer optimale Arbeit. So knallen der Hörerschaft mitten in einer Szene urplötzlich laute Samples entgegen, dir wohl Dramatik erzeugen sollen. Leider funktionierte das Ganze aber nicht wirklich, sonders es sorgt für Irritation, jedenfalls bei mir. Ein etwas durchdachterer Einsatz wäre aus meiner Sicht jedenfalls wünschenswert. Ansonsten kann man mit dem Gebotenen aber durchaus glücklich werden. Da auch die Untermalung mit Geräuschen in ein ähnliches Horn bläst, kann ich hier insgesamt noch von einer guten und ordentlichen Arbeit berichten.

Fazit:
Trotz des kryptisch anmutenden Titels präsentiert man der Hörerschaft mit „VX“ eine sehr hörenswerte neue Folge der Serie „NYPDead“. Die kurze Spielzeit von 50 Minuten sorgt für knackige und kurze Szenen, die ohne viel Gerede drumherum auskommen und dementsprechend direkt auf den Punkt kommen. Da eine der Hauptfiguren in Gefahr gerät, ist hier auch für Spannung gesorgt. Bei den Sprechern trifft man auf die „üblichen Verdächtigen“ einer Maritim-Produktion, und da man das leidige Problem der unterschiedlichen Aussprache von Namen in den Griff bekommen hat, trübt hier eher wenig den Hörgenuss. Lediglich Peter Groeger erscheint mit für seine Rolle zu alt, aber er ist ja auch nicht besonders lange zu hören. Einen kleinen Schnitzer leistet man sich bei der musikalischen Untermalung, die aber ansonsten ebenso überzeugend ausfällt, wie die Geräuschkulisse der Produktion. Kurz gesagt: Wer die Serie mag, der kommt auch hier wieder voll auf seine Kosten und insgsamt handelt sich für meine Begriffe um eine sehr hörenswerte Produktion. GUT!



lord gösel