Mac Kinsey (1)
Meine Seele dem Teufel

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Inhalt: Commodore William Hatfield und seine Fliegerstaffel werden im 2.Weltkrieg eiskalt von ihren Vorgesetzten geopfert. Doch Hatfield kommt dahinter und während sein Flugzeug abstürzt schließt er einen Packt mit dem Teufel. 40 Jahre danach kehrt er zurück und rächt sich an denen die einst so eiskalt handelten. Auf ihn angesetzt wird Secret Service Spezialist Mac Kinsey, der sich zuvor noch mit einem Ghoul herumschlagen muss. Als der rächende Geist und der Dämonenfeind aufeinander treffen, entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod. Story: Das ist also die die erste Folge der nicht mehr ganz so neuen Grusel-/Horror-Serie Mac Kinsey. Eine Serie der, ähnlich wie bei John Sinclair oder Larry Brent, eine Groschenheft-Serie zu Grund liegt. Das alleine sollte jedenfalls noch kein Grund sein dieses Hörspiel als schlecht abzutun. Allerdings ist aber einer der Gründe dafür, dass ich das Hörspiel nicht besonders überragend finde die Geschichte. Sie reicht einfach nicht aus, um die mehr als 70 Minuten spannend auszufüllen. Die eigentliche Handlung um den Rache nehmenden Hatfield wird ständig von Mac Kinseys Jagd nach dem Ghoul unterbrochen. Oder auch von seinem Treffen mit einer gewissen Hexe, welcher sicherlich wichtig für den weiteren Verlauf der Serie sein dürfte, aber schlicht und ergreifend keinen Bezug zur aktuellen Geschichte zeigt. Auch die beiden anderen Handlungsstränge (Ghoul / Hatfiel) haben nichts miteinander zu tun und das sorgt ehr für Langweile als für Spannungssteigerung. Hier hätte man für das Hörspiel-Skript an einigen Stellen kürzen sollen. Etwas störend ist auch die Tatsache, dass es keinen wirklich Showdown gibt, sondern ein Ende im extremen Hau-Ruck-Stil. Schade. Die Geschichte kann nicht überzeugen. Sprecher: Die Sprecher sind ein sehr zweischneidiges Schwert. Zunächst haben wir da zwei Leute, die wirklich überzeugend sind. Das ist zum einen der Sprecher von Mac Kinsey (Jürgen Brunner) und der Sprecher seines Gegners Hatfield (Claudio "Hank" Vorlauf). Zwar handelt es sich nicht um Profis aber dennoch um Leute die mit dem Herzen dabei sind. Ehr unpassend klingt in meinen Ohren die Stimme der Erzählerin (Bianca Karger), die scheinbar versucht Königs-Erzählweise zu imitieren. Die Sprecher die ansonsten übrig bleiben tendieren grösstenteils im durchschnittlichen Bereich, doch hier offenbart sich ein riesiges Problem. Die Personen an denen Hatfield Rache nimmt sind alle jenseits der 60 und man hört ganz eindeutig, dass die Sprecher höchstens halb so alt sind. Sicherlich dürfte es schwer sein Sprecher im entsprechenden Alter für ein solches Hörspiel zu bekommen, aber dennoch haben die viel zu jungen Stimmen mir das Hörvergnügen stellenweise arg vermießt. Musik und Effekte: Die Musik ist wie bei vielen vergleichbaren Serie selbstgemacht und ist somit auch jeweils wirklich gut auf die jeweiligen Sitationen zugeschnitten. Ob ehr atmosphärisch oder mal das härtere Riff, hier hat man eine gute Auswahl getroffen. Die Effekte hingegen bewegen sich ehr im Mittelmaß. Allerdings kann es auch mal ganz angenehm sein nicht von Monster-Effekten ala John Sinclair oder (mit Abstrichen) ADF erschlagen zu werden. Fazit: Es handelt sich um eine Amatuer-Hörspiel, oder wie man auch gerne zu sagen pflegt Semi-Professionel. Daher kann man diese Veröffentlichung weder an den Klassikern dieses Genres (Neon-Grusel-Serie oder Larry Brent) noch an aktuellen Referenzen (John Sinclair2000 oder Gabriel Burns) messen. Diesen Vergleichen könnte das Hörspiel auch zu keinem Zeitpunkt standhalten. Allerdings macht diese Produktion auch im Vergleich mit der direkten Konkurrenz in meinen Augen keine gute Figur. Die Pandoras Play-Serien 'Schattensaiten' und 'Chronologie der letzten Tage' und auch die monaden bieten interessantere und (je nach Geschmack) auch bessere Stories. Und die Hörfabrik-Serie ADF weiss grade durch ihre parodistischen Seitenhiebe auf das Horror-Genre zu gefallen. Insgesamt kommt diese Folge in meinem persönlichen Ranking nicht über DURCHSCHNITTLICH hinaus. Allerdings kann man der Serie die guten Ansätze nicht absprechen. Für die zukünftigen Produktionen sollte man die Umsetzung etwas straffen und nicht wieder versuchen mehr als eine Stunde Spielzeit zu bieten. Weniger ist manchmal mehr. ![]() ![]()
lord gösel |