Hexe Lilli
auf Schloss Dracula




Inhalt:
Lilli hext sich diesmal nach Transsylvanien - genauer gesagt, mitten in das Schloss des mächtigsten Vampirs aller Zeiten: Dracula! Ausgerüstet mit Knoblauch und Taschenlampe will sie eigentlich nur einen neugierigen Blick auf den gefährlichen Untoten werfen. Doch dann - typisch Lilli - ist sie plötzlich in eine turbulente Vampirjagd verwickelt. Wird sie diesen fiesen Blutsauger besiegen können?

Story:
Die Abenteuer von Hexe Lilli gehen in die nächste Runde und diesmal verschlägt es die kleine Hexe nach Transsylvanien. Man merkt direkt wieder sehr deutlich den Unterschied zwischen Knisters Hexe und der „Konkurrenz“ aus Neustadt. Die Abenteuer von Lilli sind irgendwie erwachsener und nicht ganz so „albern“. Diesmal geht es nicht zur spannend, sondern sogar auch richtig unheimlich zu Werke, wenn Lilli alleine durch das unheimliche Schloss Draculas schleicht. Eine knappe ¾ Stunde, die bei der angesprochenen Zielgruppe sicherlich ihren Zuspruch finden wird und auch mich als älteres Semester durchaus überzeugen konnte.

Sprecher:
Bei EUROPA kann man sich eigentlich darauf verlassen, dass man ordentliche Leute im Studio hatte und auch diesmal sehe ich diese These bewahrheitet. Seltsamer weise gibt es einen neuen Erzähler in Form von Douglas Welbat, der seine Sache aber keinen Deut schlechter macht als sein Vorgänger Hans Sievers. Was hingegen tendenziell schon ein Problem ist, ist Lilli-Sprecherin Thea Frank. Nicht, dass sich schlecht oder gar unmotiviert sprechen würde, aber sie klingt stellenweise eben doch etwas zu alt. Allerdings stört dies nur minimal. Alle vorkommenden Sprecher geben sich hörbare Mühe, wobei mir besonders Achim Schülke und Eberhard Haar in ihren Rollen als Fledermäuse gefallen haben. Alles in allem werden gute bis sehr gute Leistungen geboten.

Musik und Effekte:
Ach ist das schön … Die Musik die hier zum Einsatz kommt, hat auch „damals“ in Francis Kult-Grusel-Serie viele Einsätze gehabt. Dementsprechend kommt hier auch direkt die richtige Atmosphäre auf und bei den kleinen Hörern dürfte sich sicherlich auch die eine oder andere Gänsehaut einstellen. Die wie immer gelungenen Effekte tun ihr übriges und runden die technische Seite dieser Produktion gut ab.

Fazit:
Sehr schön, dass EUROPA diese Serie fortsetzt, denn mit „Hexe Lilli auf Schloss Dracula“ erwartet den Hörer eine weiteres spannendes umgesetztes Abenteuer der kleinen Hexe. Was ich persönlich bei dieser Folge etwas vermisst habe, ist der Humor, der mir etwas zu kurz kommt. Ansonsten gibt es herzlich wenig an dieser Produktion auszusetzen, vorausgesetzt man sieht davon ab, dass Thea Frank eben doch etwas zu alt für die Rolle von Lilli klingt (was aber ebenso bei Bibi Blocksberg der Fall ist). Insgesamt betrachtet also eine GUTE Produktion, die eine mehr als gelungene Alternative zu „Bibi Blocksberg“ darstellt und stellenweise auch als Gruselhörspiel für die kleinen durchgehen kann.



lady gösel