Dan Brown
Diabolus

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Inhalt: Die kryptographische Abteilung des US-Geheimdienstes NSA verfügt über einen geheimen Super-Computer, der in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit jeden Code knacken. Bisher konnten die Kryptographen täglich hunderte von Codes knacken – bis zu dem Tage, als Diabolus zum Einsatz kommt: Ein mysteriöses Programm, das den Rechner offenbar überfordert. Der Entwickler des Programms droht, Diabolus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mitarbeiter des Geheimdienstes setzen alle Hebel in Bewegung, das drohende Desaster zu verhindern … Story: Dan Brown ist auch in Deutschland mittlerweile zu einem erfolgreichen Autor geworden und somit veröffentlicht man eines seiner älteren Werke aus dem Jahre 1998 (Original-Titel: Digital Fortress) nun auch in Deutschland. Bei der vorliegenden Geschichte geht es nicht um die Kirche und Verschwörungstheorien, sondern im weitesten Sinne um Technik, den Supercomputer "Translater" und das neue Programm Diabolus. Dennoch merkt man der Geschichte klar Browns Signatur an: Von einem normalen Alltag werden die Hauptcharaktere hinein geworfen in eine scheinbar ausweglose Situation, die sich im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr bedrohlich zuspitzt. Erst kurz vor dem Ende offenbart sich alles und das vorher für richtig geglaubte wird durcheinander gewirbelt. Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, da sie spannend ist und man als Hörer kaum eine Verschnaufpause bekommt. Allerdings kann sie nicht an "Illuminati" anschließen. Sprecher: Detlef Bierstedt führt den Hörer durch die Handlung. Doch eigentlich leistet er wesentlich mehr ... er erweckt Browns Geschichte zum Leben. Seine Betonungen sind eine wahre Ohrenfreude und er schafft es wie nur wenige andere allein durch unterschiedliche Stimmlagen Stimmungen zu erzeugen: Dramatik, Trauer, Action ... er erledigt es souverän. Desweiteren gibt er sich hörbare Mühe jedem vorkommenden Charakter eine individuelle Stimme zu geben, so dass man den oftmals langen Dialogen auch sehr gut folgen kann. Einen kleinen, aber feinen Versprecher leistet er sich allerdings, doch das ändert kaum etwas an seiner wirklich sehr guten Leistung. Musik und Effekte: Reine Lesung. Zu Beginn von CD1 und am Ende von CD6 bekommt man einmal Musik. Ansonsten heisst es nonstop: Lesung. Auch Effekte sucht man hier vergebens, was schon eine kleine Enttäuschung darstellt, wenn man die mehr als gelunge Umsetzung von "Illuminati" kennt, wo sowohl Zwischenmusik als auch dezente aber äußerst effiziente Effekte zum Einsatz kommen. Naja ... es handelt sich ja schließlich auch um eine Lesung, dennoch hätte man hier etwas mehr bieten können. Fazit: Was für eine Geschichte und was für ein Sprecher! Mehr braucht man eigentlich nicht zu dieser Produktion zu sagen. Sicherlich mag diese Geschichten den einen oder anderen Computer-Experten etwas schaudern lassen, doch im Vordergrund steht für mich immer noch der Unterhaltungswert ... und der ist bei dieser Geschichte verdammt hoch. Ein Detlef Bierstedt in Höchstform setzt dann dem ganzen noch die Krone auf. Zwar reicht dieses Werk an "Illuminati" nicht heran, aber dennoch hat man es hier einer Lesung zu tun, die sich das Prädikat "TOP" absolut verdient hat. ![]() ![]() ![]() ![]()
lord gösel |