Krimi-Klassiker (4)
Sherlock Holmes - Der Vampir von Sussex




Inhalt:
Die junge Frau von Robert Ferguson wird wiederholt dabei ertappt, wie sie ihrem Kind das Blut aussaugt. Ist sie ein Vampir?
Im zweiten Fall werden der Meisterdetektiv und sein Freund Dr. Watson mit dem Rätsel um "Das gefleckte Band" konfrontiert. Helen Stoner befürchtet, dass ihr bald ein schreclicker Tod drohen könnte.

Story:
Wow! Was für eine Atmosphäre! Die erste Geschichte kommt schön bedrohlich und unheimlich daher, während es in der zweiten auch zu der einen oder anderen Actioneinlage kommt. Im Mittelpunkt stehen abermals Sherlock Holmes stellenweise unglaubliche Gedankengänge. Der Vampir von Sussex ist für Holmes-Kenner sicherlich stellenweise zu durchschauen, doch es gibt noch genug Details, die der Meisterdetektiv ans Tageslicht befördert. Das gefleckte Band lebt noch mehr von Holmes Kombinationsgabe. Beide Geschichten zusammen sind ein absoluter Genuss für alle Holmes- und Krimi-Fans. Sehr gute Unterhaltung.

Sprecher:
Grandios. Das Duo Bierstedt und Tennstedt ist in meinen Ohren die perfekete Besetzung für Watson und Holmes. Joachim Tennstedt verleiht Holmes genau die passende Dosis Arroganz, die den Charakter lebendig wirken lässt. In den Nebenrollen muss man besonders Charles Retinghaus hervorheben, der den verzweifelten Robert Furguson sehr glaubhaft in Szene setzt. Absolut gelungen ist auch Heinz Ostermanns kurzer Auftritt als jähzorniger Dr. Roylitt. Titania halten ihr gewohntes Niveau. Hervorragende Sprecher Leistungen!

Musik und Effekte:
Für die Musik zeigt sich bei dieser Folge wieder Manuel Rösler verantwortlich. Den Grossteil der Stücke kennt man schon aus der 2. Folge der Krimi-Klassiker, dem Holmes-Abenteuer Das Zeichen der Vier. Der Wiedererkennungswert ist schön und unterstützt den Seriencharakter. An einigen Stellen erinnert mich die Musik an Harry Potter, was durchaus als Kompliment gedacht ist. Bei den Effekten geht man mit der bekannten Liebe zum Detail ans Werk und präsentiert dem Hörer Geräusche die realistisch klingen. Vom lauten Gewitter bis hin zu kleinsten Details, wie dem Absetzten einer Teetasse ... hier klingt alles echt.

Fazit:
Titania halten ohne Probleme ihr bisheriges Niveau und liefern eine weitere Produktion die sich mit dem Prädikat TOP schmücken darf! Aus zwei Kurzgeschichten hat man ein atmosphärisch unglaublich dichtes Hörspiel geschaffen, dass von sehr guten Sprecher vorgetragen wird und gelungen von Musik und Effekten untermalt wird. Wer die bisherigen Folgen mochte, wird auch von dieser nicht enttäuscht werden.



lord gösel