Just Justice (1)



Inhalt:
Auf dem alten Simmonsanwesen gehen seltsame Dinge vor sich. Obwohl zunächst völlig unbeteiligt, finden sich der Anwalt Wilkins und Mr. Maiers, beide Angestellte des Gutsbesitzers Simons, bald in ein Spiel hineingezogen, das ihnen über den Kopf zu wachsen droht. Gibt es, wie Wilkins sich und die anderen zu überzeugen versucht, gar nichts wovor es sich zu fürchten lohnt? Oder sind alle Beteiligen zu bloßen Opfern der Kreatur verdammt, die, in der von sintflutartigen Regenfällen heimgesuchten Nacht, auf dem Gelände ihr Unwesen treibt?

Story:
Die Geschichte beginnt wie ein alter Gruselfilm im schwarzweiss-Look alà Formicular oder Tarantula. Zunächst hört sich alles auch verdammt nach etwas Übersinnlichem an. Nach etwa der Hälfte geht es dann plötzlich doch in eine andere Richtung und was am Ende bleibt ist ein Krimi mit Mysery-Touch, oder wie es das Cover verspricht, ein Mysteryhörspiel. Allerdings schleichen sich am Ende dann auch einige Dinge ein, die nicht so Recht zu dem am Anfang aufgaebauten 50er-Jahre Flair passen. Stichwort: Video-Kassette. Trotz dieser Macken macht das Hören auf jeden Spass, denn die Geschichte ist spannend erzählt und baut die Spannung schön auf.

Sprecher:
Der Blick ins Inlay bescherte mir keine bekannten Namen. Beim Hören bin ich dann doch über eine bekannte Stimme gestolpert: Aart Veder (Mr. Simmons) hat in unzähligen TSB-John Sinclair-Hörspielen Bill Conolly gesprochen. Die gebotene Leistung und auch die von fast allen anderen der 8 Sprecher ist wirklich gut. Lediglich Mrs. Simmons-Sprecherin Sybille Schrey klingt an einigen Stellen irgendwie gelangweilt. Auch die in den letzten 5 Minuten auftretenden Dominik Blühtgen (Kommissar) und Christian Senger (Leichenbeschauer) können das Niveau nicht halten. Dennoch haben die Sprecher sich das Prädikat "gut" verdient.

Musik und Effekte:
Die Musik passt sich grössenteils dem Flair der 50er-Jahre an, lediglich ein Stück klingt etwas zu "modern". Die Effekte gehen soweit vorhanden in Ordnung. Stellenweise hätte ich mir aber etwas mehr an Hintergrunggeräuschen gewünscht, damit die gesamte Szernerie lebendiger wird.

Fazit:
Higher Sence in Higher Sins legen ein beachtliches Debüt an den Tag. Sicherlich gibt es hier und da noch kleine Macken, die man für zukünftige Produktionen ausbessern muss, aber das ändert nichts daran, dass "Just Justice" ein wirklich gelungenes und spannendes Hörspiel darstellt. Was allerdings etwas enttäuscht, ist das Cover, welches schlicht "billig" aussieht. Eine Grafik die das 50er-Jahre Flair einfangen würde (ein simpeles Schwarzweiss-Foto hätte schon gereicht) würde das Endprodukt noch stimmiger wirken lassen. Insgesamt betrachte ich dieses Hörspiel als GUT.



Anmerkung: Weitere Informationen zu "Just Justice" und weiteren geplanten Produktionen von Higher Sence in Higher Sins findet ihr unter folgendem Link: www.h2s2.de

lord gösel