Hui Buh (22)
und die Irrlichter im Moor




Inhalt:
Gespannt erwarteten die Schlossbewohner die nächtliche Ankunft der königlichen Schwiegermama, als über dem nahen Moor ein Leuchtfeuer erscheint und ein hilferufender Kutscher vermeldet, dass ein Irrlicht die Mama mit ihrer Kutsche in die Tiefe gelockt hat. Mit schwingender Streitaxt stürzt sich HUI BUH auf das scheinheilige Schwirrlicht, das alsbald zum schrecklichen Gelichter wird und den Geist und seine Freunde in ein verhextes Schloss treibt...

Story:
Wir nähern uns immer mehr dem Ende der „HUI BUH“-Hörspielserie und wenn man sich diese Folge angehört hat, so erfüllt einen das doch mit etwas Trauer, denn auch mit dem 22. Abenteuer seines Schlossgespenstes hat Eberhard Alexander-Burgh mal wieder voll ins schwarze getroffen. Schauplatz der Geschichte ist diesmal nicht Schloss Burgeck, sondern das unheimliche Moor und um diesen Schauplatz herum wird uns eine spannende, lustige und vor allem sehr atmosphärische Geschichte erzählt. Natürlich darf auch eine ganz leichte Portion Gänsehaut nicht fehlen. Diesen Part übernehmen hier Hui Buhs Gegner, die Irrlichter. Obwohl es natürlich lange Zeit gar nicht danach aussieht, ist es am Ende Hui Buh, der den Sieg einfährt und alles nimmt ein gutes Ende. Wer die bisherigen Abenteuer des tollpatischen Schlossgespenstes mag, der liegt auch mit dieser Folge richtig, denn hier wird trotz des Alters sehr gute und kurzweilige Unterhaltung geboten.

Sprecher:
Das Interessante zu Beginn: Claus Wilcke ist wieder König Julius. Ihm zu Seite stehen erst mal natürlich die übrigen bekannten Sprecher: Ingrid Andree als Konstanzia, Andreas von der Meden als Kastellan und natürlich Hans Clarin als Hui Buh und Hans Paetsch als Erzähler. Auch in den Nebenrollen finden sich bekannte Sprecher. Konstanzias Mutter wird von Gisela Trowe gesprochen und dem Kutscher wird von Henning Schlüter Leben eingehaucht. Die Rollen der drei Irrlichter übernehmen Joachim Baumert, Manfred Schermutzki und Jochen Schmidt. Hier gibt es gar nichts auszusetzen, denn alle Leistungen sind wirklich sehr gut.

Musik und Effekte:
Schon zur damaligen Zeit hatte EUROPA ein Archiv randvoll mit tollen Orchesterstücken und die kommen hier zum Einsatz und drücken dem Hörspiel somit eine ganz eigene und sehr dichte Atmosphäre auf. Dabei ist es egal, ob es nun eher finster und bedrohlich zugehen soll, wie etwa im Moor, oder pompös, wie in dem unheimlichen Schloss, das die Freunde im Moor finden. Um das runde Bild bei der Atmosphäre abzurunden fehlen eigentlich nur noch gute Effekte und auch die sind hier vorhanden. Grade die Szenen im unheimlichen Moor werden realistisch untermalt, so dass man als Hörer glaubt wirklich mitten im Moor zu stehen. Trotz des Alters kann sich die technische Seite dieser Produktion immer noch sehen bzw. hören lassen!

Fazit:
HUI BUH ist einfach ein ganz großer Klassiker der Hörspielgeschichte und diese Folge untermauert wieder einmal sehr eindrucksvoll, wieso diese Serie so großen Erfolg hatte. Die Geschehnisse um HUI BUH folgen zwar stets demselben Schema, aber dennoch macht es jedes Mal unheimlichen Spass zuzuhören, wie HUI BUH von einen Schlamassel in den nächsten stolpert aber am Ende dennoch immer der strahlende Sieger ist. Wenn eine lustige Geschichte dann noch von wirklich sehr guten Sprechern vorgetragen wird, mit realistischen Effekten aufgepeppt und von opulenter Musik untermalt ist, dann ist es keine Frage mehr, dass man hier einen wahren Klassiker zu hören bekommen hat. „HUI BUH und die Irrlichter im Moor“ ist eine meiner absoluten Lieblingsfolgen der Serie und ein Hörspiel, dass man als Hörspielfans unbedingt kennen sollte. Einfach eine echte Top-Produktion!



lord gösel