Hui Buh (3)
spukt lustig weiter

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Inhalt: Nach einer gespenstischen Nacht hockt der unsichtbare Geist grübelnd auf der herabgelassenen Zugbrücke. Plötzlich wird die Brücke blitzschnell hochgezogen und das kreischende Gespenst am Tor eingeklemmt, während von irgendwoher ein höhnisches Kichern ertönt. Knapp entronnen wird das Gespenst von einem Unheil ins andere gejagt, wobei jedesmal das unheimliche Gekicher erschallt. Bis Hui Buh hinab in den tiefsten Keller fährt... Story: „Hui Buh spukt lustig weiter“ lautet der Titel der dritten Folge um das beliebte Schlossgespenst, aber wirklich lustig geht es dort nicht zu, jedenfalls nicht für das Gespenst selbst, denn das stolpert, wie es sich gehört, von einem Schlamassel in den nächsten. Das Prinzip hat sich also nicht geändert und das ist auch verdammt gut so, denn es macht einfach unheimlichen Spaß zu hören, wie Hui Buh trotz aller Widrigkeiten am Ende doch immer wieder der strahlende Sieger ist. In seiner dritten Folge gibt es nur noch 2 Geschichten und man entwickelt sich also in die richtige Richtung. Die richtigen Highlights dieser Serie folgen zwar noch etwas später, aber dennoch bieten die beiden Geschichten genug um den Hörer für knapp 35 Minuten bestens zu unterhalten. Grade die Szene im Weinkeller kommt mit kultigen Sprüchen daher, bei denen kein Auge trocken bleibt. Ob alt oder jung, hier hat man einfach seinen Spaß. Sprecher: Heikedine Körting zeigt sich weiterhin für die Regie verantwortlich, aber dennoch wurde wieder nahezu die komplette Sprechermannschaft ausgetauscht. 2 Sprecher sind geblieben und das ist natürlich der doppelte Hans. Paetsch als Erzähler ist einfach phantastisch und Clarin kann bei dieser Folge wieder mal richtig loslegen und zeigen, was in ihm steckt. Bei der bereits angesprochenen Szene im Weinkeller lallt er so glaubwürdig, dass man meinen möchte, er hätte wirklich angetrunken vor dem Mikrophon gestanden. Bei den Sprechern der verbleibenden Hauptrollen dürfen wir hier Andreas von der Meden in der Rolle des Kastellans begrüßen. Er behält die Rolle auch bis zum Ende der Serie bei, was bei den Sprechern für König Julius (Wolfgang Kieling) und Königin Kostanzia (Marianne Kehlau) leider nicht der Fall ist. Nebenrollen gibt es kaum welche, denn das Gelache und die Worte „Schuss! Alle Neune“ von Stephan Chreszinski mag man ja kaum als echte Rolle bezeichnen. Dafür gibt es Peter Kirchberg als „dicken Amerikaner“ Mr. Meyala zu hören, was amüsant ist, da Kirchberger in späteren Folgen in die Rolle von König Julius schlüpfen wird. Laut Inlay wird der Auktionator von Raimund Hess gesprochen, aber wenn ich mich nicht sehr irre, so ist hier Andreas von der Meden in einer Doppelrolle zu Gange. Insgesamt sind die Sprecherleistungen wirklich sehr gut. Musik und Effekte: Bei dieser Folge hat man auf jeden Fall hier und da zusätzliche Musik und Effekte ins Geschehen eingemischt. Allerdings hat man es in beiden Fällen mit sehr viel Bedacht getan, so dass es nur Hörern auffallen dürfte, die die alte Original-Version kennen. Musikalisch präsentiert sich die Folge überaus in Ordnung und es entsteht eine gute und dichte Atmosphäre und auch die Effekte können sich wie üblich hören lassen, grade wenn man das Alter dieser Produktion bedenkt. Leider merkt man dies aber auch an der Tonqualität, denn die bleibt etwas hinter den heutigen Standards zurück, aber das lässt sich verschmerzen, denn Zeit geht eben an einem Masterband nicht absolut spurlos vorbei. Fazit: Auch die dritte Folge von „Hui Buh“ hält das gewohnte Niveau. Bisher gab es zwar noch keinen echten Knaller in der Serie (die kommen aber bald) aber dennoch bekommt der Hörer hier wirklich gute Unterhaltung geboten. Die beiden Geschichten dieser Folge sind kurzweilig und kommen mit der gewohnten Portion Humor daher. Die Sprecher, allen voran Hans Clarin in der Titelrolle, können absolut überzeugen. Leider stört es natürlich etwas, dass man in der dritten Folge schon die zweite Umbesetzung vorgenommen hat, aber das verdirbt den Hörspaß nicht wirklich. Auch die musikalische Seite zeigt sich gelungen und die Effekten können sowieso fast immer überzeugen. Also … wer die ersten beiden Abenteuer des tollpatschigen Gespenstes mochte, der liegt auch mit dieser Folge goldrichtig, denn Hui Buh ist und bleibt ein Klassiker und „spukt lustig weiter“ ist eine wirklich gute Produktion, die man als Hörspielfan (ebenso wie die gesamte Reihe) kennen sollte. ![]() ![]() ![]()
lord gösel |