Sherlock Holmes (1)
Das Haus bei den Blutbuchen

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Inhalt: Die junge Gouvernante Violet Hunter bittet Meisterdetektiv Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson um Hilfe. Ihr neuer Arbeitgeber, Mr. Charles Rucastle, legt ein so mysteriöses Verhalten an den Tag, dass sie dahinter ein Verbrechen vermutet. Holmes und Watson begeben sich daher zur düsteren Villa Blutbuchen und entdecken unter Lebensgefahr Geschehnisse, die Miss Violets fürchterliche Vermutung unterstützen. Story: Sherlock Holmes-Geschichten sind ohne Frage etwas außergewöhnliches. Spannend geht es hier nicht so oft zu, da es normalerweise im Vordergrund steht über Holmes unglaubliche und im Endeffekt dennoch immer logische Gedankengänge zu staunen. Umso erstaunlicher ist diese Geschichte. Hier stehen nicht so sehr Holmes Gedankengänge im Vordergrund, denn die Geschichte ist eigentlich recht leicht zu durchschauen. Dafür bekommt der Hörer hier eine schöne und unheimliche Atmosphäre geboten. Es ist sicherlich nicht die beste Story um den pfeiferauchenden Detektiv, aber die gebotene Umsetzung macht ohne Frage Spass beim Hören. Sprecher: Die Besetzungsliste ließt sich ohne Frage gut. Leider habe ich ein gewisses Problem mit Peter Groeger. Nicht als Sprecher, oder mit seinen Betonungen .. die sind völlig in Ordnung. Ich persönlich finde, dass seine Stimme für die Rolle des Dr. Watson etwas zu alt ist. Christian Rode gibt sich hörbar Mühe, die arrogante Art des Meisterdetektives umzusetzen und es gelingt ihm wirklich gut. Allerdings übertreibt er es doch stellenweise sehr mit der Aussprach des Namens "Holmes". Die übrigen Sprecher geben ihr bestens und können ohne Frage überzeugen. Bei Namen wie Wolf Rahtjen, Nicolas Böll, Claus Wilcke oder Kerstin Draeger wird Qualität geboten. Leider schleichen sich mal wieder die für Maritim üblichen kleinen Schnitzer ein. Diesmal hapert es ein wenig an der Abmischung, denn Kerstin Draeger klingt um einiges lauter als der Rest der Sprecher. Trotz dieser Macke, hat diese Folge sprechertechnisch sehr viel zu bieten. Musik und Effekte: Die eingesetze Musik lässt das Hörspiel wie einen guten alten Schwarz-weiss-Film wirken, was zu der Thematik auch sehr gut passt. Man hätte für meinen Geschmack zwar ruhig noch etwas mehr an Musik bieten können, doch das Ergebnis kann überzeugen. Selbiges gilt auch für die Effekte. Sie sind gut ausgewählt und passend in das Geschehen eingemischt, so dass alles real und echt wirkt. Hier wurde gute Arbeit geleistet. Fazit: Die Einstiegsfolge in Maritims Sherlock Holmes Reihe kann man ohne Frage als gelungen bezeichnen. Man hat aus der Vorlage eine schöne Hörspielumsetzung geschaffen und hat sich weder bei den Sprechern noch bei den Effekten lumpen lassen. So kann und darf es gerne mit der Serie weitergehen. GUT. ![]() ![]() ![]()
lord gösel |