Fünf Freunde (66)
und das Seeungeheuer




Inhalt:
Monsteralarm auf dem Touristendampfer! Gibt es etwa ein Ungeheuer in dem schottischen See, an dem die Fünf Freunde gerade Urlaub machen? Sofort gehen die Kinder den seltsamen Vorkommnissen nach. Welche Rolle spielt der Kapitän des Ausflugsbootes? Und wovor fürchtet sich ihre Pensionswirtin so sehr? In einer Höhle machen die Freunde eine Entdeckung, die sie auf die richtige Fährte führt?...

Story:
Die Fünf Freunde kommen einfach nicht zur Ruhe und ganz egal, wo sie ihre Ferien verbringen, sie geraten todsicher hinein in ein neues spannendes Abenteuer. Diesmal hat es die 5 samt Tante Fanny in die schottischen Highlands verschlagen und dort jagen sie ein unheimliches Seeungeheuer, das natürlich gar kein echtes Ungeheuer ist. Aber bis dies klar ist, muss einiges an Detektivarbeit erledigt werden. Somit geht es in der guten Dreiviertelstunde dieses Abenteuers zu keiner Sekunde langweilig zu, im Gegenteil. Hier und da kommt auch kurze Gruselstimmung (zumindest für die kleinen Hörer) auf und das steigert den Spaß am Hören noch ein gutes Stück. Wirklich schlecht waren die Freunde in ihren letzten 16 Folgen eigentlich nie und auch diesmal bietet man wieder ordentliche Unterhaltung für den kleinen Abenteuer-Hunger zwischendurch. Grade in der ???-losen bieten die 5 Freunde eine gelungene Alternative, vor allem wenn die Geschichten so spannend sind. Hier wird wirklich gute Unterhaltung geboten.

Sprecher:
Bei den Sprechern geht es beim neuesten Abenteuer so richtig stark zu. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich mit den neuen Sprechern (Marco Kraft, Jannik Endemann [der beste der 4], Theresa Underberg und Alexandra Garcia) anfreunden kann. Dieses Vierergespann bestreitet mit „Fünf Freunde und das Seeungeheuer“ seine 37. FF-Produktion. Lutz Mackensy ist sogar zum 66. Mal dabei, doch dies bewahrt ihn nicht vor einem kleinen Schnitzer. Zu Beginn sagt er wie gewohnt den Titel der Folge an und ändert ihn mal eben in „Fünf Freunde jagen das Seeungeheuer“ um. Ein kleiner Schönheitsfehler, der bei der Klasse der übrigen Sprecher aber kaum ins Gewicht fällt. Altmeister F.J. Steffens kann ebenso überzeugen wie Ursula Sieg (Tante Fanny), Elga Schütz (Mrs. Leary), Jona Mues (Duncan), Achim Schülke (Wilbert) oder Juliane Niemann (Marty). Was man hier zu hören bekommt ist wirklich sehr gut.

Musik und Effekte:
Musikalisch geht es hier richtig schön zur Sache. An der einen oder anderen Stelle kommen sogar mal kurz schottisch angehauchte Klänge zum Einsatz, die die Atmosphäre noch verbessern. Die ist über die volle Distanz des Hörspiels aber auch sehr gut, denn man hat eine schöne Auswahl an Stücken und setzt sie an den wichtigen Stellen stets passend ein. Man hat auch ein paar Stücke älteren Datums wieder ausgegraben, die Ende der 80, Anfang der 90er häufig zum Einsatz kamen. Bei den Effekten geht es auch genau richtig zur Sache. Abenteuer am Meer oder auch an einem See waren schon immer etwas, was man im Hause EUROPA und grade bei den 5 Freunden sehr gut in Szene setzen konnte und da macht auch das 66. Abenteuer der Freunde keine Ausnahme.

Fazit:
Spätestens seit der Veröffentlichung der 50. Folge bewegen sich die „5 Freunde“ stets auf einem qualitativ guten Niveau. Nur ein oder zwei Mal ist man ins Mittelmaß abgerutscht und da drunter war man nie. Auch die neueste Produktion macht da keine Ausnahme, im Gegenteil: Mit „5 Freunde und das Seeungeheuer“ legt man eine der besten Folgen der „3. Generation“ vor, wenn nicht sogar die beste. Hier ist nahezu alles vorhanden, was man braucht um wirklich gute und unterhaltsame Kinderunterhaltung zu bieten: Die Geschichte ist spannend, ein klein bisschen unheimlich und überaus kurzweilig. Bei dieser Folge gibt es ausnahmslos sehr gute Sprecher zu hören und die technische Seite dieser Produktion zeigt sich mehr als solide. Was allerdings ziemlich daneben ist, das ist (mal wieder) das Titelbild. Anne guckt ziemlich blöde in die „Kamera“ und die Art und Weise, wie sie das Buch in ihrer Hand hält, ist in meinen Augen schlicht unmöglich. Einer der Jungen (wer es ist ist auf den Bildern nicht unbedingt erkennbar) guckt George ziemlich grenzdebil an. Schade, denn dem mehr als gelungenen Inhalt wird dieses Cover nicht wirklich gerecht. Allerdings liegt es nicht am Cover, dass diese Produktion „nur“ das Prädikat gut bekommt. Wirklich herausragend ist es nämlich letzten Endes doch nicht. Absolut gelungene Kinderunterhaltung wird hier ganz ohne Frage geboten, aber man hat Vergleichbares schon öfters gehört. In diesem Falle zum Beispiel bei "Die drei ??? und der unheimliche Drache". Dennoch … für Fans der Serie ein ganz klares „Must have“ und auch alle anderen können mal ein oder auch zwei Ohren riskieren.



lord gösel