Fünf Freunde (65)
und die schwarze Festung




Inhalt:
Ferien in Irland - das ist so recht nach dem Geschmack der Fünf Freunde! Besonders die "Schwarze Festung" hat es den Kindern angetan, und ihr Cousin Kenny kennt die Burg wie seine Westentasche! Doch was hat es mit den seltsamen Geräuschen aus der Tiefe des Tunnels auf sich? Und warum tut Logan, der Farmhelfer, so geheimnisvoll? Ein Pferdewagen im nächtlichen Wald führt die Freunde auf eine Spur, der sie unbedingt folgen müssen...

Story:
Ein altes Gemäuer, Geheimgänge, unheimliche Lichter in der Nacht … Fünf Freunde-Herz, was willst du mehr? Richtig … eigentlich herzlich wenig, denn genau die oben angesprochenen Zutaten sind es, aus denen man ein ordentliches Abenteuer der Fünf Freunde kocht. Bei der neuesten Geschichte der 5 Freunde verläuft die Geschichte dann auch mal nicht ganz so gradlinig und man wird als Hörer auf eine falsche Fährte gelockt. Ansonsten bleibt es aber „easy listening“, oder eben Unterhaltung für die jüngeren Hörer und die dürften an der gebotenen Geschichte sicherlich auch ihren Gefallen finden. Selbiges gilt auch für alle Hörer, die zwar nicht mehr ganz so jung sind, aber die Serie dennoch mögen. Nachdem die Geschichte der letzten Folge zu vorhersehbar war und irgendwie „zusammengeklaut“ wirkte, präsentiert sich das neuste Abenteuer wieder auf dem gewohnt guten Niveau der letzten Zeit.

Sprecher:
Schon das 36. Abenteuer der dritten Generation der Fünf Freunde. 6 Jahre sind die Sprecher mittlerweile dabei und dementsprechend klingen grade die Herren (Marco Kraft und Jannik Endemann) mittlerweile zu alt für ihre Rollen. Bisher fiel das eigentlich eher selten auf, doch in dieser Folge stellt man den 5 einen vermeintlich gleichaltrigen Begleiter (Anton Spick als Kenny) zur Seite und der klingt nun wirklich wesentlich jünger. Wenn man über diesen Faktor allerdings hinwegsieht, so gibt es sprechertechnisch mal wieder herzlich wenig zu beanstanden. Im Gegenteil: Sprecher wie Wolfgang Kaven (Liam), Marion Elskis (Regina), Peter Weis (Onkel Daniel) oder Henry König sind hinreichend bekannt und präsentieren sich auch hier gewohnt souverän. Bei der Regie leistet man sich auch keine nennenswerten Patzer (wie grade in der Frühzeit der 5 Freunde oft) und somit geht auch dieser Punkt der Produktion als gut durch.

Musik und Effekte:
Die Effekte sind ein Aspekt, um den man sich relativ selten Sorgen machen muss, wenn man Hörspiele aus dem Tonstudio EUROPA hört. Auch bei dieser Produktion trifft diese These mal wieder fast uneingeschränkt zu. Eine leichte Einschränkung stellt der verwendete Sound für den vorkommenden Pferdewagen dar, der schon vor mehr als 20 Jahren bei „Dracula“ verwendet wurde und etwas deplaziert wirkt. Ansonsten ist man gewohnt solide zu Werke gegangen. Letzteres kann man auch von der Musik sagen. Es gibt eine Mixtur aus älteren und neuen Stücken zu hören, ohne dass sich die Musiken gegenseitig beißen würden. Zusammen genommen bekommt man eine gute technische Seite geboten.

Fazit:
„Fünf Freunde“ bleibt weiterhin die einzige Serie von den „3 Grossen“, die mehr oder minder konstant Folgen auf gutem Niveau veröffentlicht. Mit dem Vorgänger hatte man sich zwar einen kleinen Ausrutscher geleistet, doch „Fünf Freunde und die schwarze Festung“ präsentiert die Serie wieder in der gewohnten Form. Leichte Krimi-Kost für den jungen Hörer. Gut agierende Sprecher und eine überaus solide technische Seite runden das positive Gesamtbild ab, so dass man abermals eine wirklich GUTE Produktion aus dem Hause EUROPA vorliegen hat. Wer allerdings auf dem Standpunkt steht "Fünf Freunde nur bis 21, alles danach ist Mist", der wird auch bei dieser Folge sicherlich wieder reichlich Haare in der Suppe finden. Wer sich hingegen mit den Abenteuern der "3. Generation" arrangieren konnte, der bekommt auch mit dem neuesten Hörspiel wieder die gewohnte Dosis Abenteuer.



lord gösel