Fünf Freunde (30)
auf gefährlichen Pfaden

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Inhalt: Ostern steht vor der Tür und damit das traditionelle Osterfeuer! Dieser Meinung jedenfalls ist Dorothee, die in den Frühjahrsferien in Kirrin zu Gast ist. Die fünf Freunde sind begeistert von der Idee, zum Oserfest ein Feuer auf der Insel zu entzünden. Doch die anfängliche Freude währt nicht lange: Plötzlich sind ihre gesammelten Holzvorräte verschwunden, gestohlen! Bei ihren Nachforschungen entdecken sie den raffinierten Plan einer Verbrechergruppe ... Story: Wenn man sich diese Inhaltsangabe so durchliest denkt man sich im ersten Moment: "Ja ... und was passiert sonst noch ?" Die Antwort lautet: NICHTS. Es geht tatsächlich in den gesamten 50 Minuten nur um die Beschaffung des Holzes für das Osterfeuer. In der ersten Hälfte macht es auch noch Spass den Ereignissen zu lauschen, doch wenn es nach 25 Minuten immer noch um die alten Tannenbäume geht, schleicht sich die Langweile ein. Daran ändert auch der angeblich so raffinierte Plan nichts. Er bewirkt eher das Gegenteil, denn der Plan ist absolut lächerlich und die Idee ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Die 5 Freunde waren nie wirklich Detektive, sondern immer Kinder, die etwas Spannendes erlebt haben (Geheimgänge oder alte Gemäuer durchforschen). Hier erleben sie quasi nichts, jedenfalls nichts was ausreicht um 50 Hörspielminuten zu füllen. Sehr, sehr schade. Sprecher: Mit dieser Folge treffen wir auf die '3. Generation' der 5 Freunde-Sprecher, und diese gefallen mir persönlich wesentlich besser als die Sprecher der Folgen 22 bis 29. Besonders positiv fallen die Stimmen von Jannick Endemann (Dick) und Theresa Underberg (Anne) auf. Alexandra Garcia, die Georg spricht, klingt stellenweise überzogen, aber insgesamt passt ihre Leistung gut zu dem widerspenstigen Charakter der Figur. Lediglich Marco Kraft, der Julian seine Stimme leiht, fällt etwas aus dem Rahmen. Seine Passagen wirken stellenweise abgelesen. Überhaupt hätte man die Stimmen von Dick und Julian besser tauschen sollen, da Jannick Endemann eher nach dem Anführer der 5 klingt. Beim 'Rest' der Sprecher gibt es nicht viel zu meckern. Namen wie Lutz Mackensy (als Erzähler absolut unschlagbar), Harald Pages (Onkel Quentin), Ursula Sieg (Tante Fanny) oder Edgar Bessen stehen für Qualität und diese wird auch geboten. Unangenehm fallen drei Leute auf: Woody Mues´ Interpretation des Jerry klingt unglaubwürdig, da manche Stellen doch zu abgelesen klingen. Und die beiden Einbrecher werden gesprochen, als seien es Verbrecher aus einer Comedy-Sendung. Dennoch sind die Sprecher-Leistungen insgesamt mit gut zu bewerten. Musik und Effekte: Das Thema Musik ist zwiespältig. Stellenweise gibt es schöne Musik, die zu dem Thema Meer gut passt und nette Atmosphäre vermittelt. Dem gegenüber steht (wie auch oft bei DDF und TKKG) technoartiges Sound-'Gewummer', welches nicht ins Bild passen will. Insgesamt eine durchschnittliche Untermalung, die aber gut Ansätze vorweisen kann. Einen Pluspunkt fährt die Folge für die gelungenen Effekte und Sounds ein. Wie schon bei den Originalen (1-21) lassen EUROPA hier das Meer, die Brandung, Sturm und Gewitter im Ohr real werden, so dass man wirklich glaubt mittendrin statt nur dabei zu sein. Fazit: Die aktuellen Folgen der "3. Generation" sind ohne Frage gut, doch dieses Debut ist leider nur schwach. Über die absolut miese und arg konstruiert wirkende Story täuschen auch Sprecher und Effekte nicht hinweg. Mit schlechteren Sprechern hätte man hier eventuell sogar einen Kandidaten für das Prädikat "FLOP" vorliegen. Als Einstieg für die neuen Sprecher ein denkbar ungeeignetes Hörspiel. Sicherlich handelt es sich um Unterhaltung für jüngere Hörer, sprich jene denen Benjamin und Bibi schon zu lasch aber DDF und TKKG noch zu kompliziert sind. Aber auch Kinder unter 10 Jahren sind nicht blöd und werden sich von dem 'raffinierten Plan' verar***t vorkommen ... ![]()
lord gösel |