Faith (11)
Wendepunkt

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Inhalt: Die Schüsse peitschen durch die Nacht und der Körper des Mörders wurde nach vorne geschleudert. Kräftig knallte der Körper des Mannes auf dem Stamm eines Baumes auf. Es war eine Eiche…Langsam rutschte der ersterbende Körper von Jack Wilburn zu Boden. Die Kugeln hatten ihn tödlich getroffen. Das Blut des Mannes versickerte in der knorrigen Rinde der Eiche. Das Holz färbte sich dunkler…Noch im letzten Atemzug stieß der Kindermörder einen satanischen Fluch aus… Stand der Mann wirklich mit dem Teufel im Bunde? Das sollten die Einwohner von Red Bluff erfahren, allerdings erst hundert Jahre später… Story: Folge 11 setzt konsequenterweise genau dort ein, wo Folge 10 endete. Somit hätte man diese beiden Episoden eigentlich auch als Zweiteiler veröffentlichen können, denn nach dem Ende der 10 stand man schon ziemlich im Regen. Man setzt nicht nur die Handlung, sondern auch das Prinzip der letzten Episode fort. Soll heißen: Der Hörer bekommt neue Informationen, die die bisherige Sicht zurückliegender Ereignisse nach und nach nahezu komplett auf den Kopf stellen. Leider gibt es hier auch wieder einen Umstand, den man schon aus Folgen wie "Ketten Jack" oder "Tanzender Tod" kennt. Es gibt zwei parallel laufenden Handlungen, die aber eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben. Die konsequente Verfolgung eines Handlungsstranges hätte mir persönlich besser gefallen. Dennoch kann ich "Wendepunkt" einen hohen Unterhaltungswert attestieren, auch wenn es innerhalb der Reihe schon bessere Geschichten gab. Die Folge endet übrigens wieder mit einem Cliffhanger, der aber nicht ganz so fies ist, wie der der letzten Episode. Sprecher: Großartige Veränderungen gibt es bei den Sprechern nicht. In den Nebenrollen hört man größtenteils Stimmen, die man bereits in den letzten 4 Folgen zu hören bekommen hat. Dies ist allerdings nicht weiter tragisch, denn Namen wie Lutz Riedel, Santiago Ziesmer, Helmut Krauss oder Torsten Michaelis stehen bekanntermaßen für Qualität und genau diese wird auch geboten. Erwähnenswert ist außerdem die Tatsache, dass auch Oliver Rohrbeck mal wieder in einer kleine Nebenrolle zu hören ist. Des Weiteren ist hier auch Hörplanet-Chef Dennis Rohling mit dabei, der sich kontinuierlich steigert und mittlerweile zwischen all den bekannten Stimmen aus der Synchronszene kaum noch auffällt. Mängel gibt es hier also wenige bis gar keine, stattdessen konstante Qualität. Musik und Effekte: "und täglich grüßt das Murmeltier". Was ich damit sagen will? Nun, ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch zu diesem Punkt schreiben soll ohne Phrasen aufzuwärmen, derer ich mich schon in den 10 anderen Rezensionen zu dieser Serie bedient habe. Verändert hat sich hier nämlich kaum was, aber warum sollte es auch? Die eingemischten Musiken haben ihren ganz eigenen Charme und verleihen der Serie ein eigenes Gesicht. Obendrauf kommen noch knallige und laute Effekte, die die Boxen erzittern lassen und somit klar machen, was "Kino für die Ohren" bedeuten soll. Also ... alles beim alten und das ist auch verdammt gut so. Bei der technischen Umsetzung macht diesem Label so schnell keiner was vor. Fazit: Der folgenschwere Titel "Wendepunkt" hat zum Glück keinen Bezug zur Qualität der Serie, denn die bleibt auf dem Niveau, dass man von den bisherigen Episoden gewohnt ist. Hier und da gibt es noch ein paar kleine Macken. Diesmal ist es wieder die Geschichte, die unglücklicherweise wieder zwei völlig von einander losgelöste parallele Handlungsstränge hat. Dafür bekommt der Hörer aber exquisite Sprecher und einen gewohnt kinoreifen Soundtrack inklusive knalliger Effekte geboten. Fans der Serie kommen hier voll auf ihre Kosten, denn man steuert unaufhaltsam auf das Finale der ersten Season zu und führt somit die Hinweise der Vergangenheit zusammen. Wie schon der direkte Vorgänger, so ist auch "Wendepunkt" kein absolutes Highlight von "Faith", aber dennoch eine Episode, die man sich gerne anhört und die sich somit mit dem Prädikat GUT schmücken darf. Ich erwarte das Finale mit Spannung! ![]() ![]() ![]()
lord gösel |