Faith (4)
Sünden der Vergangenheit

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Inhalt: Ein Fluch schwebt seit Jahrhunderten über der Familie der McGillians! Andrew McGillian klärt seine Geschwister über die unheilige Vergangenheit ihrer Blutlinie auf. Denn Andrew weiß, dass jeder einzelne von ihnen noch immer in Lebensgefahr schwebt. In seiner Not wendet McGillian sich an den Okkultisten Nathan Pierce. Pierce bittet zwei Freunde, in Irland nach dem rechten zu sehen, und den McGillians im Kampf gegen ihr schreckliches Schicksal beizustehen: Christopher Lane und Faith van Helsing! Story: Schon der atmosphärische Vorspann dieser Folge, lässt den endloslangen Einleitungsmonolog aus der vorangegangenen Folge in Vergessenheit geraten. Mit der vierten Folge erreicht man wieder das Niveau, das man schon mit den ersten beiden Folgen erreicht hatte und stellenweise übertrifft man es sogar! Die Mixtur aus einem Fluch aus der Vergangenheit und des Aufwerfens weiterer Fragen im großen Handlungsrahmen ist unglaublich spannend ausgefallen. So fragt man sich nach dem Vorspann, welches Geheimnis Christopher vor Faith verbirgt und welche Mysterien sich wohl um ihren Vater ranken und natürlich fiebert man mit, ob es Faith gelingen wird die Todesfee zur Strecke zu bringen. Durch die Ereignisse dieser Folge lernt Faith auch eine wichtige Lektion, die ihren Charakter für zukünftige Ereignisse sicherlich noch formen wird: Es gibt mehr, als nur schwarz und weiß. Natürlich ist das gebotene immer noch „nur“ eine Gruselgeschichte, die man in ähnlicher Form schon mal gehört hat, aber es macht einfach wahnsinnig Spaß den Ereignissen zu lauschen und in die entstehende Atmosphäre einzutauchen. Von den bisherigen 4 Folgen hat mir diese Geschichte am Besten gefallen. Sprecher: Immer wieder ein Punkt, der zu mitunter auch recht heftiger Kritik meinerseits führte. An der Erzählweise von Petra Wolf hat sich leider gar nichts geändert und sie wirkt immer noch wie ein Fremdkörper unter all den talentierten Sprechern, die einem hier vor die Ohren kommen. Doch diesmal fällt ihr Leistung nicht derart schlimm aus, da es diesmal eine ganze Reihe von wirklich phantastischen Leistungen gibt. Im Vorspann zeigen sich Thomas Nero Wolff und Udo Schenk von ihrer allerbesten Seite und ziehen alle Register ihres Könnens. Wer jedoch völlig den Vogel abschießt ist Detlef Bierstedt in seiner Rolle als Derek McGillian. Vom normalen Sprecher, über hasserfülltes Gekeife bis hin zum Wahnsinnsgebrabbel … der Mann hat es einfach drauf! Auch bei der Regie hat man sich nahezu keine Patzer gegönnt und somit stellt diese Folge den allerersten Beweis dafür dar, wie gut diese Serie wirklich sein kann. Was man hier zu hören bekommt geht insgesamt ohne Probleme als gut bis sehr gut durch. Musik und Effekte: Die Folge erweist sich als atmosphärische Bombe und dafür gibt es einen guten Grund: Die sehr gelungene Kombination aus Effekten und Musik. Grade beim „Schrei der Todesfee“ hat man ordentlich in die Trickkiste gegriffen und beschert dem Hörer ein tolles Erlebnis. Zu der Musik braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen, denn das habe ich schon bei den Rezensionen zu den vorangegangenen Folgen getan: Da es sich hierbei um selbst gemachte Musik handelt (und nicht um gekaufte Archiv-Musik), sind die Stücke an die jeweiligen Situationen wirklich sehr gut angepasst und lassen somit die passende Stimmung entstehen. Abermals präsentiert man dem Hörer eine sehr gute technische Seite. Fazit: Mit der vierten Folge haut man dem Hörer einen wahren Knaller um die Ohren und macht relativ unmissverständlich klar, dass man durchaus das Zeug mit den Großen der Szene mitzuhalten. Die Geschichte ist spannend und kurzweilig und schafft es sowohl als Einzelgeschichte als auch als Teil des „Großenganzen“ zu überzeugen. Die Fehltritte von Erzählerin Petra Wolf werden von den phantastischen Leistungen von Udo Schenk, Thomas Nero Wolff und vor allem Detlef Bierstedt mehr als ausgeglichen und die technische Seite war schon immer etwas, was man bei der R&b-Company beherrschte und so gibt man sich auch hier keine Blöße. Für mich die beste Folge der bisherigen 6 und ein eindeutiger Beweis für die Qualität zu der man in der Lage ist. Da die Folge eine Steigerung gegenüber der ersten Folgen darstellt vergebe ich hierfür das Prädikat TOP! ![]() ![]() ![]() ![]()
lord gösel |