Faith (2)
Verwandlungen

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Inhalt: Atemlos und gierig sog der blonde junge Mann die kühle Nachtluft ein. Sein Herz raste, in seinen Schläfen pochte es wild - und er spürte, wie ihm die Angst die Kehle zuschnürte. Er rannte über den alten Friedhof, sprang über verfallene Grabsteine und hechtete, so schnell es nur ging, auf das Tor zu. Das, was er vor wenigen Minuten gesehen hatte, raubte ihm fast den Verstand. Blankes Entsetzen kontrollierte den von Panik ergriffenen Mann. Die Bestie war nicht mehr weit! Widerliche Reißzähne, rotglühende Augen – der Anblick hatte sich in das Hirn des Mannes gebrannt. Und er wusste: Das Monstrum gierte nach Fleisch! – Menschenfleisch... Story: Die Erlebnisse von Faith und ihren Freunden gehen in die zweite Runde und was sich am Ende der ersten Folge abzeichnete wird hier bestätigt. Hinter Faith geheimnisvollen Kräften steckt mehr und auch ihre Freunde werden eine Rolle zu spielen haben. Es bleibt jedoch kaum Zeit für die Freunde die neusten Erkenntnisse auf sich wirken zu lassen, denn in ihrer Heimatstadt gehen seltsam Dinge vor: 6 Jugendliche sind verschwunden und ein junger Mann will ein Monster gesehen haben! Man führt den Hörer zunächst erfolgreich in die Irre und löst das Rätsel dann ganz anders auf. Allerdings ist die Lösung um den "Werwolf" dann etwas enttäuschend und leider ziemlich Groschenheft-like. Da hätte man sich was Besseres überlegen sollen, dann abgesehen von der unbefriedigenden Auflösung kann die Geschichte gut unterhalten, fährt ein hohes Tempo, überzeugt sowohl mit Vertiefung der Charaktere als auch mit ordetnlichen Actioneinlagen. Mit besserem Ende eine super Angelgenheit, so leider "nur" gut. Sprecher: Schon aus der Vorgängerfolge weiss man, dass bei dieser Serie der Aufkleber "Star-Besetzung" mehr als nur ein Versprechen ist. Nana Spier gibt als Faith Vollgas und legt bei den gespielten Szenen eine absolut überzeugende Performance hin. Ihre Erzählerpassagen sind immer noch ausbaufähig, gehen aber in Ordnung. Besonders positiv aufgefallen sind mir in dieser Folge David Nathan als Raven und Dorette Hugo als Shania Francis. Das Nathan ein begnadeter Synchronsprecher ist, dürfte hinreichend bekannt sein und hier darf er auch seine ganze Palette zeigen. Dorette Hugo zeigt überdeutlich, dass man sie keineswegs auf ihre Rolle als Tina bei "Bibi und Tina" minimieren muss, denn sie kann hier ebenfalls völlig überzeugen. Etwas Probleme hab ich nach wie vor mit Boris Tessman als Vin Masters. Manche Passagen wirken künstlich auf cool getrimmt. Vielleicht ist er aber auch einfach zu alt um als Teen überzeugen zu können. Für die kleinen Nebenrollen hat man auch wieder sehr markante Stimmen verwendet. So erfeut Helmus Krauss als Direktor Arowic ebenso den Hörer, wie Christian Rode als Professor Ryan. Alles perfekt ist hier dann leider doch nicht, denn grade Erzählerin Petra Wolf sollte noch ein wenig an sich arbeiten. Ihre Einsätze sind oftmals ziemlich lang und wirken dann auf mich zu monoton. Alles in allem sind die Leistungen in Ordnung, aber man kann sich hier noch steigern und mehr rausholen, da bin ich mir sicher. Musik und Effekte: Wie schon bei der ersten Folge, so hat man auch hier eine mehr als ordentliche Auswahl getroffen. Grade die Musik untermalt die Handlung sehr schön und passend. Man setzt auf modernere elektronische Klänge und unheilschwangere Klaviermelodien. Die Effekte sind diesmal auch wieder sehr gut und wirken auf mich auch nicht derart übertreiben, wie es noch beim Debüt der Fall war. Saubere Arbeit also, die sich hören lassen kann. Die technische Seite dieser Produktion kann problemlos neben Serie wie "Gabriel Burns" oder "Edgar Allan Poe" bestehen! Fazit: "Verwandlungen" beschert dem Hörer gute und extrem kurzweilige Unterhaltung. Ich jedenfalls habe gar nicht gemerkt, dass dieses Hörspiel gut 50 Minuten dauert. Die Handlung ist packend erzählt und gut in Szene gesetzt. Lediglich das etwas "billige" Ende trübt den Spass etwas. Hinzu kommen grösstenteils wirklich herausragende Sprecherleistungen und die sehr gute technische Seite. Wer die erste Folge dieser Serie mochte dürfte auch von der zweiten Folge nicht enttäuscht werden. Qualitativ sind beide Folgen auf demselben Niveau und können überzeugen. Der Geisterjäger sollte sich warm anziehen, denn Faith zeigt sich bisher als Serie, die sowohl mit gelungenen Einzelepisoden überzeugen kann, als auch als Serie mit forlaufenden Handlungen und Entwicklungen. Horror-Fans können fast blind zugreifen und auch der Otto-Normal-Hörer sollte sich mal daran versuchen, denn hier bekommt man abermals eine wirklich GUTE Produktion geboten. ![]() ![]() ![]()
lord gösel |