Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (5)
Die Schule des Schreckens

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Inhalt: In „Die Schule des Schreckens“ setzt sich das Drama fort. Das vornehme Internat - genannt Prufrock Privatschule - könnte der friedlichste Ort der Welt sein. Doch Gefahren lauern auch hier überall. Der einzige Lichtblick sind die Quagmeir-Drillinge. Gemeinsam nehmen sie den Kampf mit Sportlehrer Dschingis auf, der zwar die Schulleitung über seine wahre Identität täuschen kann, nicht aber die Baudelaires. Story: Im vierten Band wurde es schon angekündigt ... die Baudelaire-Weisen kommen ins Internat. Aber, wie sollte es auch anders sein, auch hier geraten sie von einem Schlamassel in den nächsten. Die Geflogenheiten, die in der Schule herrschen sind abermals sehr surreal und man kann über die Ideen von Lemony Snicket nur staunen. Graf Olaf ist natürlich auch wieder mit von der Partie und tritt diesmal wieder recht früh in Erscheinung, doch dafür ist sein Plan sehr undurchschaubar. Langweilig geht es hier zu keiner Sekunde zu, aber insgesamt fehlt dieser Geschichte doch der "letzte Kick". Gegen das unendlich trostlose Jammerau aus der Vorgängergeschichte kann die Privat-Schule nicht ganz ankommen. Auch der Showdown fällt diesmal ehr unspektakulär aus. Dennoch ist es spannend und es werden mit den Quagmeir-Drillingen Charaktere eingeführt, von denen man sicherlich noch öfteres hören oder lesen wird. Also ... nicht so spannend und "dicht" wie "Die unheimliche Mühle", aber dennoch wird hier gute Unterhaltung geboten. Sprecher: Rufus Beck ist wieder einmal in Höchstform. Jeder der vorkommenden Charaktere bekommt eine individuelle Stimme verliehen und Beck macht wieder einmal aus einer einfachen Lesung eine Art "Ein-Mann-Hörspiel". Er liegt selten daneben. Leider gibt es dafür einige Fehler in dieser Produktion. Einmal spricht Beck einen Satz mit unterschiedlicher Betonung doppelt und mindestens einmal fehlt ein kleines aber dennoch entscheidendes Wort ("zu"). Den Vogel schiesst man allerdings gleich zu Beginn ab, als es voller Inbrunst "Die schreckliche Schule" aus den Boxen dröhnt, obwohl der deutsche Titel "Die Schule des Schreckens" ist. Die gewohnt hervorragende Leistung von Beck wird von derartigen Patzern schon etwas geschmälert. Musik und Effekte: Die musikalische Untermalung wird weiterhin Geschmackssache bleiben. Mir persönlich gefällt sie, aber die gute alte Rockorgel bleibt einfach nicht jedermanns Geschmack. Stellenweise gibt es passend zur Geschichte auch einige Violinenklänge. So kommt man in den Genuss eines Violinenkonzertes des stellvertretenden Direktors Nero :). Effekte gibt es leider abermals gar keine. Fazit: Die Geschichte vermag nich so zu fesseln, wie die anderen der Reihe und auch die eine oder andere Macke in der Produktion ist hier zu verzeichnen. Dennoch ist man meilenweit von einer Enttäuschung entfernt, denn gute Unterhaltung bekommt man als Hörer ohne Frage geboten. Aber eben "nur" gut und nicht "TOP" wie es bei der letzten Folge der Fall war. Wer "Die unheimliche Mühle" mochte wird hiervon sicherlich nicht enttäuscht sein, aber es fehlt insgesamt betrachtet eben doch der letzte geniale Funke. Kurz gesagt: "Nur" GUT. ![]() ![]() ![]()
lord gösel |