Elea Eluanda (12)
Ferien am wilden Fluss




Inhalt:
Elea hatte sich schon darauf gefreut, ihre Ferien gemeinsam mit Ravi zu verbringen. Doch der verreist überraschend mit Olli Süderbeck in ein Ferienlager nur für Jungen. Kurz entschlossen fährt Elea mit ihrer Freundin Rosa in ein Zeltlager nur für Mädchen. Bald stellt sich heraus, dass das Lager der Jungen ganz in der Nähe liegt. Als Olli in große Gefahr gerät, beginnt eine spannende Rettungsaktion.

Story:
Nun hat auch Elea Eluanda sie: Die obligatorische „Ferienfolge“ einer Hörspielserie. Vom Prinzip eine gute Idee, denn mal ein Tapetenwechsel und nicht immer nur Altenberg bringt Abwechslung in die Serie. Leider geht dieser Ausflug in die Ferien auf Kosten von Arambolien, so dass man in dieser Folge doch ein wenig die phantastischen Elemente der anderen Welt vermisst. Trotz dieser kleinen „Macke“ bietet die Geschichte aber genau den richtigen Stoff für die angesprochene Zielgruppe. Leichte Abenteuer, die immer auch lehrreiche Momente haben. Zum Glück hat man es vermieden derart platt den moralischen Zeigefinger zu erheben wie bei der Folge „Durch dick und dünn“. Allerdings finde ich die Rettungsaktion die Ravi, Elea, Rosa und Zechy am Ende durchziehen schon etwas fragwürdig. Sicherlich, sie schaffen alles nur, mithilfe des Universators, aber dennoch erscheint mir die Aktion zu übertrieben. Alles in allem bleibt aber dennoch ein ordentlicher Eindruck, da man gut unterhalten wird.

Sprecher:
Es gibt ein Wiederhören mit alten Bekannten: Uschi Hugo (Rosa) und N. Matt (Olli) sind wieder dabei. Die beiden Sprecher liefern ordentliche Leistungen und häufiges Auftauchen von Nebenfiguren ist überaus schön für den Serienrahmen. An neuen Sprechern gibt es diesmal sogar drei, was gemessen am sonstigen Stand der Serie schon eine ganze Menge ist. Besonders gut gefallen hat mir von diesen dreien G. Grasse als Herr Schubert, der seinem Freund Opi Kopi in nichts nachsteht. Hier gibt es insgesamt wenig bis gar nichts auszusetzen und das ist auch verdammt gut so.

Musik und Effekte:
Das alte leidige Thema nahezu jeder Produktion aus dem Hause KIDDINX: Wo ist die Musik? Nur ein Titellied und das sogar nur am Anfang der Folge … das kann doch eigentlich nicht alles sein. Dem ist aber leider so, so dass die Umsetzung wieder einmal ein wenig lieblos wirkt. In Folgen, die in Arambolien spielten, gab es wenigstens ab und an mal Ansätze von Musik, was hier zu keiner Sekunde der Fall ist. Dem gegenüber stehen aber die Effekte, die wie üblich auf einem ordentlichen Niveau sind und es dem Hörer erleichtern sich die Szenen in denen sich die Protagonisten befinden vorzustellen. Zusammengenommen ist das ganze solide, leider aber auch nicht mehr. Eigentlich sollte auch im Hause KIDDINX genug Geld vorhanden sein um mal ein paar schöne, atmosphärische Melodien komponieren zu lassen, oder im einfachsten Fall nur zu kaufen.

Fazit:
Nachdem sich das 11. Abenteuer von Elea eher als durchschnittliche Angelegenheit entpuppte, liegt man mit dem 12. Abenteuer wieder richtig. Man präsentiert der Zielgruppe eine spannende und lehrreiche Geschichte, hatte wirklich gute Sprecher im Studio und untermalt das Geschehen stets mit passenden Effekten. Ob sich an dem Thema „Musik“ jemals etwas ändern wird, muss die Zukunft zeigen. Abschließend kann ich sagen, dass „Ferien am wilden Fluss“ eine gute Produktion ist, aber für meine Begriffe nicht zu den absoluten Highlights der Serie zählt. Fans der Serie liegen aber auf jeden Fall richtig und auch Neulinge können ruhig ein Ohr bei der Folge riskieren.



lady gösel