Durch
das Elfenglas




Inhalt:
Dinge haben nur dann eine Bedeutung, wenn du nicht achtlos an ihnen vorübergehst. An uns Gegenständen gehen alle achtlos vorbei und vielleicht hören wir deshalb irgendwann einfach auf, zu leben.
Klara blinzelt ungläubig durch die Glasscherbe. Das konnte doch nicht sein, sie sah ein Gesicht in der Jahnplatzuhr! Und die Uhr sprach zu ihr, sie bat sie um Hilfe! In der Stadt gab es noch mehr Gegenstände, die eine Seele hatten – aber nun waren etliche von ihnen verschwunden! Kann Klara das Geheimnis des Elfenglases lösen?

Story:
Kinderunterhaltung der anderen Art präsentieren Pandoras Play mit diesem Hörspiel. Geschichtliche Hintergründe über Bielefeld und eine Story die Klein und bestimmt auch Gross zum Nachdenken anregen wird. Betont phantasievoll geht es hier zu und mit leicht philosophischen Ansätzen. Auch für eine Priese Humor wird gesorgt, wenn Klara "Dr. Oetker" anruft oder wenn der Leineweber und der Brunnen sich streiten. Leider sind über 70 Minuten zu lang für ein Kinderhörspiel. Zwischendurch ertappt man sich mal dabei nicht so richtig hinzuhören, was ja nicht Sinn und Zweck sein sollte. Wer Geschichten der Marke "Alice im Wunderland" mag, wird auch an dieser Geschichte seinen Spass haben.

Sprecher:
Einen ganzen Schwung namenhafter Sprecher gibt es hier zu hören, unter anderem Konrad Halver, Susanne Wulkow und Michael von Rospatt, die auch schon in anderen Produktionen von Pandoras Play zu hören waren (u.a. Tonspuren 1). Ebenfalls an Bord ist Reinhilt Schneider die hier eine Elfe spielt und dementsprechend piepsen und "Stöhnen" darf, was aber durchaus zu der Rolle passt. Am besten gefallen hat mir Christine Hatzenbühler, die das Mädchen Klara spricht. Wirklich überzeugend. Als Erzähler fungiert Werrner Birk und er erledigt seine Aufgabe tadellos.

Musik und Effekte:
Pandoras Play hatten schon immer ein gutes Gespür für passende Musikuntermalungen und auch hier geben Sie sich keine Blösse. Schöne, leicht orchestrale Musiken untermalen die Szenen. Auch die Effekte sind wirklich gut. Besonders festmachen kann man dies meiner Meinung nach an der Szene, wo Klara und ihre Eltern von der Strasse ins Auto einsteigen. Man fühlt sich, als würde man miteinsteigen. Insgesamt sehr schön.

Fazit:
Kinderhörspiele sind für Pandoras Play, die sich bisher auf Mystery und Horror spezialisiert hatten neues Terrain. Doch das Experiment ist gelungen, denn "Durch das Elfenglas" ist ein schönes und stimmungsvolles Hörspiel geworden. Leider schleichen sich bei den über 70 Minuten einige Längen ein, die schon störend sind und auch der Anfang, also der Teil bevor Klara das Elfenglas bekommt, zieht sich etwas. Für zukünftige Kinderproduktionen sollte man eine Spielzeit zwischen 35 und 50 Minuten wählen. Dennoch liefert das Team um Klaus Brandhorst ein gutes Hörspiel ab, dass man Eltern für ihre Kinder problemlos empfehlen kann.



Anmerkung: Weitere Informationen zu diesem Hörspiel und anderen Produktionen von Pandoras Play findet ihr unter folgendem Link: www.pandorasplay.de

Nelly

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