Last Call

Inhalt:
Shanna und Karen sind zwei typische Teens - ihre Mobiltelefone sind ihr Leben...
Doch in dieser Nacht, während Shanna beim Babysitting zwei kleiner Kinder ist, und während sie und Karen sprechen, wird Shanna auch den letzten Anruf von jemandem erhalten... den letzten...

Story:
Kann eine Geschichte, die in grade mal 17 Minuten komplett erzählt ist den Hörer in ihren Bann ziehen? Oh ja, das ist ganz ohne Frage möglich und mit „Last Call“ liegt der eindeutige Beweis dafür vor. Denn in diesem Falle zieht der alte Spruch „Quantität ungleich Qualität“ wie selten zuvor. Sicherlich ist das ganze am Ende doch „nur“ eine Horrorgeschichte, aber die Art und Weise der Erzählung ist es, die die Geschichte so packend macht. Wenn dann erst einmal der erste Anruf eingegangen ist, kommt man als Hörer kaum noch dazu Luft zu holen, denn es geht Schlag auf Schlag weiter und mit jedem weiteren Anruf wird die Gänsehaut auf dem Rücken dicker. Auch das Ende entpuppt sich als überaus fies und lässt den Hörer in einer ähnlichen Stimmung zurück, wie damals das Ende von „Blair Witch Project“. Wer subtilen Horror mag, der kommt in diesen 17 Minuten vollends auf seine Kosten und wird verdammt gut unterhalten!

Sprecher:
17 Minuten Spielzeit .. da braucht man nicht viele Sprecher. Grade mal 5 sind hier zu hören und alle erledigen ihre Aufgaben wirklich sehr gelungen, auch wenn keiner ein Profi aus der Synchronszene ist. Grade die Sprecherinnen der beiden weiblichen Hauptrollen (Mareike Möller als Shanna und Melissa Kumpmann als Karen) wirken in ihren Rollen absolut authentisch und glaubwürdig. Das grösste Lob möchte ich aber an Christopher Albrodt (Robby) aussprechen. Schon als Alex Koenig konnte er in der Serie „Generation 6“ überzeugen, doch hier schießt er wirklich den Vogel ab. Man kann ihn leiden hören und ich hoffe sehr, dass er die Aufnahmen freiwillig gemacht hat, denn man glaubt wirklich er würde gequält. Gänsehaut ist garantiert. Auch ohne Profis bekommt man sehr gute Leistungen geboten.

Musik und Effekte:
Musik ist bei dieser Produktion quasi omipräsent, denn nahezu über die gesamte Spielzeit gibt es Musik im Background. Auch bei den zwei oder drei Szenenüberblendungen kommt Musik zum Einsatz, die zu der dort noch lockeren Situation sehr gut passt. Auf der Seite der Effekte geht es nicht so prall zu, was aber daran liegt, dass der Großteil der Geschichte auch gar keine Effekte braucht. Das Grauen, das hier den Hörer erfasst, entsteht einfach durch die glaubwürdigen Darbietungen der Sprecher und nicht durch ein Effektgewitter. Bei dem was man hört merkt man aber deutlich, dass man bei Nuebbelitá sein Handwerk versteht.

Fazit:
Gratulation an das Team von Nuebbelitá Productions und ganz besonders an Erik Albrodt, der einen guten Riecher bewiesen hat und sich mit „Last Call“ die Rechte für ein tolles Hörspiel gesichert hat. Man merkt bei dieser Produktion eins ganz deutlich: Es muss nicht immer der Stoff eines weltbekannten Autoren mit Hilfe der Synchronelite Deutschlands vertont werden um den Hörer zu beeindrucken. Auch mit viel Engagement kann man beachtliches auf die Beine stellen. „Last Call“ steht auf der Homepage von Nuebbelitá komplett zum Download bereit und das Beste ist: Es ist gratis! Also … wenn ihr Fans von unheimlichen Geschichten seid, dann wartet nicht weiter, sondern folgt dem unten stehenden Link und ladet euch das Hörspiel runter! Mir hat „Last Call“ wirklich sehr gut gefallen und ich habe es innerhalb kürzester Zeit mehrmals gehört … eine Produktion, der ich einfach mein Prädikat TOP verleihen muss!



Link: Last Call-Download

lord gösel