Die drei ??? Kids (7)
Gruft der Piraten

|
Inhalt: Alles beginnt mit einer aufregenden Schatzsuche am Meeresgrund. Was dabei ans Tageslicht kommt, bringt die drei Detektive auf die geheimnisvolle Spur längst vergessener Piraten. Wie bei einem unvollständigen Puzzle müssen sie die Einzelteile der unglaublichen Geschichte finden und Stück für Stück zusammen setzen. Die ganze unglaubliche Wahrheit kommt in einer düsteren Felsenhöhle ans Licht. | ||
|
Meinung von lord gösel: Story: Mit „Gruft der Piraten“ gibt es dann die erste wirklich neue Folge der Serie „Die drei ??? Kids“, da die Episoden 1-6 ja bereits über USM veröffentlicht wurden. Was direkt auffällt ist die Spielzeit die mit über 75 Minuten zu Buche schlägt. Genau dieser Aspekt erweist sich auch wieder als der große Wermutstropfen, denn gerade zu Beginn dauert es mal wieder viel zu lange bis die Handlung so richtig in Schwung kommt. Prinzipiell hätte man den kompletten ersten Track weglassen können und die Handlung erst auf der „Nautilus“ starten lassen können. Auch über den Rest der Spielzeit hätte man sich hier und da gerne etwas kürzer fassen können, denn für die angepeilte Zielgruppe dürfte es einfach verdammt schwer sein sich mehr als eine Stunde auf ein Hörspiel vollends zu konzentrieren. Sieht man nun von dieser Kritik ab, so bekommt aber eine überaus ansprechende Geschichte geboten, die im Rahmen der Serie nahezu vollends überzeugen kann. Hier geht es also nicht darum irgendwelche gemeingefährlichen Supergangster zu jagen, sondern eher um Abenteuer. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich durch diesen Umstand eher an „5 Freunde“ als denn an die original ??? erinnerte fühlte, aber was letzten zählt ist der Unterhaltungswert und der war für mich bei dieser Folge recht hoch. Wer also an den übrigen Einträgen der Serie seinen Gefallen gefunden hat, der dürfte rein vom inhaltlichen auch hier (wie üblich mit der Einschränkung der Überlänge) auf seine Kosten kommen. |
Meinung von ello: Story: Bei der Handlung beweist sich leider wieder einmal das Problem der Serie. Mit einer Spielzeit von 76 Minuten ist das Hörspiel zu lang geraten, es schleichen sich zu viele Längen ein, einzig der Schlussteil hat eine angemessene Länge. Zu Beginn des Falles hätte das Produktionsteam einen Großteil der Handlung streichen beziehungsweise kürzen können. Besonders charaktertypische Elemente kommen dort zu kurz, wodurch die Konzentration auf das Hörspiel der Zielgruppe am Anfang wohl schwer fallen dürfte. Der Fall an sich ist nachvollziehbar und in sich schlüssig, doch mehr Ausrichtung auf die Charaktere und weniger Länge würden der Serie gut zu Gesicht stehen. | |
|
Sprecher: Das große Plus für die Serie seit dem Wechsel zu EUROPA ist ganz ohne Frage die Wahl der Sprecher für die Hauptrollen. Hier kann ich mich nur wiederholen, denn Yannik Schümann, Yoschij Grimm und David Wittman erledigen einen Superjob und könnten vielleicht mal ähnliches Kultpotential entwickeln, wie die Sprecher aus der Original-Serie. Die Möglichkeit für Kultpotential besteht auch durchaus bei Hans Kahlert als Old Baby Boy. Wobei man auch zugeben muss, dass man eine derartige Leistung auch nur im Rahmen eines Kinderhörspiels als toll durchwinken kann, denn ansonsten hätte das schon ein gewisses Nervpotential. Naja … die Vorgaben der Rolle werden sicherlich gut erfüllt und darauf kommt es an. Letzteres lässt sich auch auf alle übrigen Sprecher übertragen und somit zeigt sich diese Seite der Produktion als überaus stark. |
Sprecher: In Sachen Sprechern macht man auch dieses Mal alles richtig. Der Wechsel der Hauptsprecher nach dem Labelwechsel (USM -> Europa) war der richtige Schritt für diese Serie. David Wittmann, Yoshij Grimm, Jannik Schümann sowie die weiteren Hauptsprecher beleben die Serie, hinzu kommen auch die guten Leistungen der weiteren Sprecher. Tommi Piper als alter Kapitän und besonders Hans Kahlert als Old Baby Boy haben Kultpotenzial und auch Guido Zimmermann und Jörg Gillner heben dieses Hörspiel sprechertechnisch positiv hervor. In Sachen Sprechern hat das Produzententeam um Ulf Blanck in dieser Serie bislang noch nicht daneben gegriffen. | |
|
Musik und Effekte: Eine kleine Enttäuschung war für mich die musikalische Seite dieser Produktion. Allerdings beziehe ich das mehr auf die Quantität als denn auf Qualität. Was letzten Endes an die Ohren der Hörerschaft bringt passt atmosphärisch sehr schön ins Gesamtbild nur leider gibt es für meinen Geschmack einfach viel zu wenig Musik bei Szenenübergängen. Ein wenig mehr Auflockerung hätte hier sicherlich gut getan. Was dafür aber recht überzeugend wirkt, ist die Untermalung mit Geräuschen. So hat man als Hörer keinerlei Probleme sich die Szenen am Meer vorzustellen, was einiges an Pluspunkten bringt. Lediglich Peters „Auftauchen“ klang in meinen Ohren irgendwie eher nach „Abtauchen“, aber das ist eher ein kleines Detail, dass nicht wirklich ins Gewicht fällt. Man muss klar sagen, dass die musikalische Seite in den ersten Folgen gelungener umgesetzt wurde, aber insgesamt betrachtet kann mit dem Ergebnis immer noch zufrieden sein, vor allem in Anbetracht der gelungenen Geräuschkulisse. |
Musik und Effekte: Musiken fallen wie die gesamte technische Untermalung leider recht mager (von der Quantität her gesehen) aus. Qualitativ sind die eingesetzten Zwischenmusiken allerdings nicht zu bemängeln, allerdings benötigen gerade Kinder jüngeren Alters (die als Hauptzielgruppe ausgegeben sind) mehr Musik und öfters anhaltende Untermalung, um mit Konzentration am Hörspiel bleiben zu können. Auch die Effekte sind qualitativ gut, an den wichtigsten Stellen kommt auch die passende Atmosphäre zum Tragen, aber auch von dieser Seite aus hätte man noch in viel mehr Situationen eine deutlichere Untermalung einbringen können. | |
|
Fazit: Wenn man sich auf den Umstand einlassen kann, dass die hier vorgetragene Geschichte eher Erinnerungen an „5 Freunde“ als denn an „Die drei ???“ weckt, so kann man sich hier auf ein gelungen Hörvergnügen mit leichten Einschränkungen freuen. Die erste Einschränkung ist (natürlich) mal wieder die Spielzeit, denn in den mehr als 76 Minuten schleicht sich doch die eine oder andere Länge ein, die man ohne größere Probleme hätte kürzen können, ohne dass die Handlung kastriert gewirkt hätte. Als zweite Einschränkung muss ich leider die Musik nennen, denn hier scheint die Devise „Kleckern statt Klotzen“ gewesen zu sein. Nur sehr selten wird Musik eingespielt und ein wenig Auflockerung hätte bei der üppigen Spielzeit sicherlich Wunder gewirkt. Dafür kann aber die Untermalung mittels Effekten über weite Strecken sehr überzeugen und das letzte Ass im Ärmel des Produzenten sind die Sprecher. Seitdem Neustart bei EUROPA hat sich die Serie wirklich gemausert und man kann beim Hören seinen Spaß haben. Das macht dann insgesamt eine Produktion, die sich eine 2- verdienen kann und dementsprechend knapp die unten stehenden 4 Sterne bekommt. |
Fazit: Insgesamt bleibt ein durchschnittlicher Fall, der zwar inhaltlich gut ist und mit guten Sprechern überzeugt, allerdings viel zu viele Längen aufweist, was leider das Problem dieser Serie ist. Mehr Inhalt auf kürzere Zeit und stärker technisch unterlegte Fälle würden zu einer noch besseren Bewertung führen, so bleibt leider insgesamt nur eine bessere „befriedigend“e Folge. | |
![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() ![]()
| |