Die drei ??? Kids (3)
Invasion der Fliegen

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Inhalt: Hunderte von Fliegen tummeln sich in Tante Mathildas Haus. Ein Albtraum! Wo kommen die alle her? Ist etwas das ganze Gerümpel auf Onkel Titus' Schrottplatz daran schuld? Justus, Peter und Bob wissen nur, sie müssen etwas tun oder es wird böse enden. Gemeinsam verfolgen sie die Spur der nervtötenden Brummer bis in einen düsteren Kellerschacht… | ||
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Meinung von lord gösel: Story: Die gute Nachricht direkt zu Beginn: Die wirklich sehr mau ausgefallene 2. Folge der Serie scheint ein Ausrutscher gewesen zu sein. Mit „Invasion der Fliegen“ legt man den Hörern eine Handlung vor, die für die angesprochene Zielgruppe nahezu genau richtig gelagert ist. Die Handlung ist nicht besonders komplex und sicherlich auch leicht zu durchschauen (für Erwachsene), aber auf jeden Fall spannend erzählt. Leider muss man auch hier wieder mit dem Umstand der Länge leben, denn auch das dritte Abenteuer der ??? Kids durchbricht die 60-Minuten-Marke und man muss auch klar sagen, dass es hier und da Momente gibt, die man problemlos kürzer hätte fassen oder gar ganz weglassen können. Als Beispiel hierfür sei einmal der Moment genannt, in dem Onkel Titus den ??? seine „Schätze“ zeigt. Vielleicht wäre es eine bessere Idee, wenn das Schreiben des Dialog-Buches nicht vom Autor der Buchvorlage übernommen werden würde. Trotz der Kritik stellt „Invasion der Fliegen“ von der rein inhaltlichen Seite für meine Begriffe die bisher beste Geschichte der noch jungen Serie dar. Zwar ist man immer noch ein Stück ein Stück von der Höchstleistung entfernt, aber Vergnügen bereitet das Hören auf alle Fälle und darauf kommt es schließlich an. |
Meinung von ello: Story: Auch in der dritten Folge der noch jungen Serie schafft es Ulf Blanck (auch bekannt als Autor der „Baadingoo“-Reihe) eine für die Zielgruppe ansprechende Handlung zu erschaffen. Jüngere Zuhörer werden keine Probleme haben, der Handlung zu folgen und auch Onkel Titus und Tante Mathilda kommen mit ihren typischen Verhaltensmustern in dieser Folge nicht zu kurz. Spannung wird wie immer mit dem „typischen Fiesling“ auch geboten, wenn es auch dieses Mal gerne etwas mehr Spannung in Relation zur Länge hätte sein dürfen. Insgesamt bleibt es ein Problem der Serie, dass die Folgen zu viele Längen besitzen. Würde man an einigen Stellen kürzen, so würde ein noch temporeicher Fall entstehen und man könnte hochzufrieden mit dem Fall sein. | |
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Sprecher: Wie beim großen Vorbild, so obliegt auch hier der Großteil der Spracharbeit den drei Protagonisten und die liefern hier auch wieder gewohnte souveräne Leistungen. Von erfahrenen Synchronsprechern wie Jannik Schüman oder Yoshij Grimm erwartet man vom Prinzip aber auch nichts anderes. In den eher klein ausfallenden Nebenrollen bekommt man aber auch Routiniers zu hören: Robert Missler ist ebenso mit von der Partie wie Michael Habek oder Achim Schülke. Besondere Erwähnung soll an dieser Stelle Martin Semmelrogge finden, der die Rolle des Fieslings übernimmt. Semmelrogge ist alles das, was Sky du Mont in der letzten Episode leider nicht war. Fies, arrogant und zum Ende hin auch wirklich bedrohlich. Hut ab, so sollte sich ein Gegner der ??? anhören um auch echt zu wirken. Somit können die Sprecher insgesamt betrachtet absolut überzeugen. |
Sprecher: Insgesamt ist auch der Sprecherbereich wieder eine runde Sache. Die vier Hauptsprecher Jannik Schümann, Yoshij Grimm, David Wittmann sowie Erzähler Johannes Steck machen dieses Hörspiel sprechertechnisch zu einem guten, mit dazu tragen auch die bekannteren Sprecher um Robert Missler und Martin Semmelrogge, auch wenn dieser an wenigen Stellen sehr ablesend klang. Ansonsten eine gute Leistung der Sprecherriege, wozu auch die ebenfalls in jeder Folge auftretenden Ingrid Capelle und Achim Schülke ihren Teil beitragen. | |
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Musik und Effekte: Betrachtet man nur die musikalische Untermalung so kann man wirklich zufrieden sein. An den nötigen Stellen hilft man mit kleinen atmosphärischen Einspielungen nach und auch als Übergang präsentiert man der Hörerschaft ordentliche Klänge. Über weite Strecken trifft dies auch auf die Untermalung mit Effekten zu, vor allem die titelgebende „Invasion der Fliegen“ ist sehr ansprechend umgesetzt. Leider gibt es aber auch hier den einen oder anderen Moment, der ein wenig seltsam anmutet. So greift man an einer Stelle wieder auf diesen eigenartigen Wurfsound zurück, der schon in der letzten Folge für Schmunzelei sorgte. Wenn Bob angewidert seine Stiefel wegschmeißt, so klingt das sicherlich nicht wie ein Wurfstern. Was außerdem auffällt ist der Umstand, dass „Massen-Szenen“ (also solche mit vielen Menschen wie etwa in der Wurst-Fabrik oder in der riesigen Schlange vor dem Laden) gerne mal ein wenig „leer“ klingen und man den Eindruck gewinnen könnte, die ??? seien dort allein. Insgesamt betrachtet sind dies sicherlich Kleinigkeiten, aber es fällt eben schon auf und insofern kann ich nur sagen, dass in diesem Bereich klar mehr zu holen gewesen wäre. |
Musik und Effekte: Technisch ist auch diese Folge wieder auf einem sehr hohen Niveau anzusiedeln. Die Zwischenmusiken sind ebenso wie die Titelmelodie sehr passend und atmosphärisch für diese an junge Zuhörer gerichtete Serie. Der Titelsong regt die Freude der Zuhörerschaft an und die Überbrückungen durch die Zwischenmusiken sind durch die ganze Folge hinweg sehr gelungen. An manchen Stellen fehlt es leider etwas an Untermalung, unter dem Strich steigern die Musiken aber das Hörvergnügen. Das Fliegengeräusch wird vor allem bei jüngeren Hörern die Spannung erhöhen und auch die weiteren Effekte klingen realistisch und tragen zur Atmosphäre dieser Folge bei. | |
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Fazit: Nach der eher enttäuschenden zweiten Folge legt man mit „Invasion der Fliegen“ direkt mal zwei Schippen nach. Rein vom inhaltlichen Aspekt trifft man für meinen Geschmack auf die bisher beste Folge der jungen Reihe. Allerdings müsste man doch das Problem der Längen in den Griff bekommen, denn über 60 Minuten sind für Kinder ab 6 Jahren einfach zu viel. Dafür bekommt man bei den Sprechern ein überaus überzeugendes Bild. Das Austauschen der Hauptsprecher war die richtige Entscheidung und wenn man als fiesen Gegenspieler noch Martin Semmelrogge vor dem Mikro hatte, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Leider ist aber bei der Untermalung mit Effekten an einigen Stellen etwas schief gegangen. Zwar handelt es sich bei den Sounds eher um Kleinigkeiten, aber dennoch stören sie ein wenig das ansonsten recht positive Gesamtbild. Luft nach oben ist sicherlich noch vorhanden, aber insgesamt betrachtet legt man hier die bisher beste Folge der Serie vor, zeigt sich wesentlich besser als bei „Radio Rocky Beach“ und auch „Panik im Paradies“ kann überboten werden. Für meine Begriffe eine glatte 2 und insgesamt eine gute Produktion. |
Fazit: Insgesamt nach der schwächeren Folge 002 wieder eine Folge auf höherem Niveau, die nicht nur der Zielgruppe gefallen dürfte. Erneut ist es gelungen, bekannte Sprecher in das Hörspiel einzubauen, die das Hörspiel nicht nur für Fans der Schwesterserie „Die drei ???“ zu einer Empfehlung machen. Wären weniger Längen in dieser Folge vorhanden gewesen, hätte man evtl. über den „sehr guten“ Bereich spekulieren können, insgesamt bleibt leider nur eine Folge im schwachen „guten“ Notenbereich. | |
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