Die drei ??? (57)
Tatort Zirkus

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Inhalt: Panik im Zirkus: Die junge Artistin Mary di Domenico stürzt während der Abendvorstellung vom Drahtseil. Für Justus, Bob und Peter steht fest: das war kein Unfall! Immerhin gilt Mary als Erbin der wertvollen Sammlung von dem berühmten Clown Jacky Knivel. Die drei Junior-Detektive sind bereit, den Fall zu übernehmen, und schon stehen sie vor einem Rätsel: Ist ihre Auftraggeberin wirklich so unschuldig wie sie behauptet? Story: Vorbei sind die Original ??? und vorbei ist es auch mit den Crimebusters. Hier kommen die deutschen Autoren … bzw. erstmal DIE deutsche Autorin, nämlich Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer (BJHW). Nun .. die erste Geschichte, die jemals von ihr vertont wurde beginnt dann auch gar nicht so schlecht. Man tritt nicht zum großen Kampf gegen übermächtige Supergangster an, sondern will zunächst nur einem Erbschleicher die Tour vermasseln. Sicherlich keine herausragende Idee für eine Geschichte, aber wesentlich bodenständiger als so manches was man uns während der Crimebusters-Ära vorgesetzt hat. Doch leider verlaufen sich dir guten Ansätze relativ schnell und die drei ??? stolpern durch fadenscheinige Ermittlung. Auch mit der Logik nimmt es zum Ende der Geschichte nicht ganz so genau und das enttäuscht dann auch wieder. Am Ende decken die drei dann auch TKKG-like etwas wirklich großen auf, ohne es eigentlich geplant zu haben. Schade … aus der Geschichte hätte man sicherlich einen spannenden Fall machen können, wenn man nicht versucht hätte noch x andere Geschehnisse in der Geschichte zu verarbeiten. Zwar stellt die Geschichte eine Steigerung gegenüber der letzten beiden Folgen dar, doch das in Anbetracht der „Qualität“ der letzten Ergüsse keine wahre Leistung. Rein von der Geschichte her geht das Debüt der deutschen Autorin ziemlich daneben und geht als schwache Geschichte, mit Tendenz Richtung Durchschnitt durch. Sprecher: Eigentlich kommen bei dieser Geschichte nur die drei ??? selbst zum großen Einsatz und die geben sich hier hörbare Mühe und können auch überzeugen. Selbiges gilt auch mit leichten Abstrichen für Erzähler Peter Pasetti. Manchmal „schlabbert“ er etwas, aber das fällt nicht wirklich stark ins Gewicht. Was schön deutlich stört ist mal wieder die unterschiedliche Aussprache von Namen: Diesmal kann man sich nicht entscheiden, wie man denn nun „Alma“ aussprechen soll. Wenn ich nicht irre, dann habe ich drei verschiedene Variationen dieses Namens gehört, was leichte Erinnerungen an den „höllischen Werwolf“ aufkommen lässt. Auch nichtganz so überzeugend sind die Auftritte von Helmut Ahner als „Winkler“ und Arthur Brauss als „Pipo“, da beide Sprecher sich etwas überdreht präsentieren, was der Geschichte irgendwie ihre Ernsthaftigkeit nimmt. Versöhnlicher stimmt dagegen der Auftritt von Andreas von der Meden als good-old Morton. Alles in allem gehen die gebotenen Leistungen in meinen Ohren als befriedigend durch. Musik und Effekte: Die Musik geht über weite Strecken in Ordnung, auch wenn sie für meinen Geschmack oftmals etwas zu happy daherkommt und nicht 100%ig passt, aber man hat grade in der jüngsten Vergangenheit der 50er Folgen schon wesentlich schlimmeres gehört. Völlig anders sieht es hingegen bei den Effekten aus, denn da hat man sich gewohnt Mühe gegeben und grade die Szenen, die in der Zirkus-Manege spielen kommen sehr real daher. Alles in allem bildet die technische Seite für meinen Geschmack den gelungensten Aspekt dieser Produktion, da sowohl Musik als auch Effekte insgesamt als gut durchgehen können. Fazit: Zwar greift BJHW nicht derart daneben, wie es bei den letzten beiden Crimebusters-Abenteuern der Fall war, aber dennoch kann man bei der vorliegenden Folge keineswegs von einer guten Produktion sprechen. Die Geschichte hat zwar einen gar nicht so schlechten Einsatz, aber sie baut im Verlauf immer mehr ab und krankt an dem bekannten TKKG-Problem: Hier wird einfach zuviel auf einmal verarbeitet, so dass es am Ende alles andere als wirklich überzeugend daherkommt. Auch bei den Sprechern ist nicht alles auf dem Niveau auf dem es sein könnte und eigentlich auch sein müsste. Lediglich bei der technischen Seite zeigt man sich endlich wieder von einer wirklich guten Seite, doch das reicht dann auch nicht aus, um das Hörspiel insgesamt in die Kategorie gut zu heben. Prinzipiell hat sich also nicht viel gegen über den Crimebusters verändert, so dass auch diese Folge nur als durchschnittliche Produktion durchgeht, die man sich als DDF-Fan wohl sowieso ins Regal stellt, die aber auf keinen Fall zu den Highlights der berühmten drei Satzzeichen zählt. ![]() ![]()
lord gösel |