Die drei ??? (49)
und die Comic-Diebe




Inhalt:
Auf der InterComiCon werden Comics von unersetzlichem Wert gestohlen, und die drei ??? stehen unmittelbar daneben. Sie versuchen, den Fall aufzuklären, doch es erscheint zunächst unmöglich den Dieb zu finden. Dann aber ergibt sich eine Spur! Sofort reagiert der Dieb, und Peter entgeht nur ganz knapp einem tödlichen Anschlag...

Story:
Nach dem etwas abgehobenen Vorgänger, geht es mit den "Comic-Dieben" wieder eine ganze Ecke bodenständiger zu. Gestohlene Comics und die drei ??? sind live dabei und soagr selbst betroffen. Einen echten Auftraggeber gibt es diesmal auch und auch eine ganze Reihe an verdächtigen Personen. Die Thematik mag dem einen oder anderen Hörspielfan vertraut sein, denn was so mancher Händler für alte Hörspiele haben will geht fast in ähnliche Dimensionen wie hier die Comicpreise. Was besonders erfreulich ist, ist die Tatsache, dass die drei ??? auch endlich mal wieder ermitteln und kombinieren müssen. Neben dem Comic-Diebstahl ereigenen sich noch einige weitere seltsame Vorkomnisse auf der InterComiCon, so dass sich bis zum Ende keine Langeweile einschleicht. Trotz Crimebuster-Ära also eine wiklich gute und spannende Folge, in der lediglich der missglückte Anschlag auf Peter etwas dick aufgetragen wirkt. Ansonsten hat mich die Geschichte gut unterhalten.

Sprecher:
In der Comicwelt rennen ohne Frage einige Freaks herum. Muss man dementsprechend hier mit eigenartigen oder gar nervtötenden Sprecherleistungen rechnen? Mitnichten! Das Gegenteil ist eindeutig der Fall. Es beginnt schon bei den drei ??? selbst. Es ist unglaublich, wie trocken Oliver Rohrbeck es schafft Justus' Kommentar zu Peters Sturz rüberzubringen. Aber auch bei den Nebenrollen findet sich kein Sprecher, der eine durchschnittliche oder gar schlechte Performance zeigt. Besonders gut gefallen hat mir Peter Heinrich als "Madman" Dan DeMento, doch auch die übrigen Sprecher sind gut. Lediglich ein kleines Problem gibt es: Xenia Hey klingt in meinen Ohren für die Rolle der Rainy Fields etwas zu jung.

Musik und Effekte:
Bei den Effekten hat man sich abermals grosse Mühe gegeben. Die Hintergrundgeräusche bei den Szenen, die innerhalb der InterComiCon spielen klingen sehr echt und überzeugend. Auch bei den restlichen Effekten zeigt man sich von seiner besten Seite und kann überzeugen. Einzig die Musik hat mir leichte Magenschmerzen bereitet. Nicht, dass sie wirklich schlecht wäre, aber es fehlt dem Grossteil der verwendeten Stücke für meinen Geschmack schlicht an Aussagekraft und Stimmung. Grade bei den beiden letzten Folge hatte man gezeigt, dass man auch ohne Carsten Bohn recht ordentliche Melodien zu Stande bekommt.

Fazit:
Die Geschichte ist spannend und gut erzählt. An der Thematik merkt man auch deutlich, dass noch amerikanische Autoren am Werk sind. Die Sprecher sind gut gewählt und geben sich hörbare Mühe, die Geschichte zum Leben zu erwecken. Die sehr gut gelungenen Effekte helfen dem Hörer, sich das Geschehen vorzustellen. Lediglich die Musik will nicht 100%ig überzeugen, leider. Dennoch haben wir hier unterm Strich eine GUTE Produktion aus dem Hause EUROPA und einen weiteren spannenden Fall der drei ???, den man nicht nur Fans empfehlen kann.



lord gösel