Die drei ??? (48)
und die gefährlichen Fässer

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Inhalt: Die drei Detektive und Bobs Vater stürzen mit dem Flugzeug ab - mitten in ein Tal voller Geheimnisse und Gefahren. Merkwürdige, von Dämonen besessene Indianer tun rätselhafte Dinge, und dann stellt jemand den drei ??? eine tödliche Falle... Story: Präsentierte sich dem Hörer der erste Hörspielfall der "Crimebuster"-ära noch relativ bodenständig, so geht es bei den "gefährlichen Fässern" direkt richtig los. Kombiniert oder ermittelt wird bei dieser Folge nämlich nahezu gar nicht. Statt dessen setzt man auf Action: Gleich zu Beginn der Flugzeugabsturz, dann ein Sobotage-Akt am geliehenen Wagen und zu guter Letzt auch noch eine Schießerei im Wald. Unheimliche Ereignisse sucht man hier ebenso wie Ermittlungen vergebens. Richtig spannend ist die Handlung dann leider auch nicht, denn hier und da vermisst man etwas die nötige Dramatik: Bobs Vater ist verschwunden und die drei ??? werden mit Schusswafen gejagt, aber dennoch haben die drei immer noch einen flotten Spruch auf den Lippen. Die flotten Sprüche sind sowie ein interessantes Thema, denn das Hörspiel präsentiert trotz der recht ernsten Thematik (oder grade deswegen) eine grosse Portion Humor, der allerdings primär darin besteht sich über Justus Figur lustig zu machen. Die Handlung ist für meinen Geschmack im Mittelmaß anzusiedeln, da sie ziemlich lange planlos verläuft. Sprecher: Durch und durch gute Sprecher sind hier am Werke. An den Hauptsprechern gibt es nichts auszusetzen, die sind auf ihrem üblichen Niveau. Interessant wird es also primär bei den Nebenrollen. Zunächst mal hören wir hier wieder Günther König als Mr. Andrews. Er gibt sich hörbare Mühe und gefällt mir sehr gut. Interessant sind außerdem die Auftritte von Norbert Langer und Douglas Welbat. Langer verkörpert den Indianerhäuptling Turner und schafft es ebenfalls echt zu klingen. Welbat ist als Schamane kaum wieder zu erkennen, was aber nicht heisst, dass er schlecht wäre. Schlecht ist hier sowieso niemand, auch nicht die restlichen Sprecher, namentlich: Gosta und Manfred Liptow, Lutz Harder, Holger Mahlich und Anja Ziemer. Musik und Effekte: Die Effekte spielen bei dieser Folge eine wichtige Rolle, schließlich gilt es ein gefährliches Tal und ein Indianerdorf im Ohr real werden zu lassen. Hierbei hat man auch wirklich gute Arbeit geleistet und grade das Indianerdorf wirkt sehr echt. Etwas enttäsuchend fand ich hingegen die Sounds, die für die Schüsse zum Einsatz kommen. Schließlich wird hier eine M-16 verwendet und der Sound klingt mehr, wie aus einem alten Karl May-Film. Ansonsten gibt es aber wenig zu meckern. Selbiges gilt auch für die Musik, die äußerst stimmungsvoll geworden ist und zu der Atmosphäre der Folge gut passt. Fazit: Die Geschichte ist vom Prinzip gar nicht so schlecht. Allerdings hat man an einigen Stellen etwas zu wenig auf Dramaturgie geachtet. Das grösste Problem bleibt, dass alles zu hochgegriffen wirkt und schon fast TKKG-mäßige Ausmaße hat. Allerdings entschädigen Sprecher und die gelungenen Musikeinspielungen. Dennoch bekommt man mit der 48. Folge nur eine durchschnittliche Geschichte der drei ??? präsentiert. Für Fans ist die Folge sicherlich interessant, aber für alle anderen ist sie nicht unbedingt geeignet, da sie eben recht übertrieben ist und die Helden der Serie so gar nicht von der Seite zeigt für die sie eigentlich stehen: Ermittlungen. ![]() ![]()
lord gösel |