Die drei ??? (41)
und das Volk der Winde




Inhalt:
Der Wissenschaftler Arnold Brewster ruft die drei Detektive zu Hilfe, denn durch eine Intrige ist er in ein Altersheim abgeschoben worden. Justus, Bob und Peter versuchen, ihm zu helfen. Sie kommen dabei einem geheimnisvollen Geschehen auf die Spur, bei dem es um Indianer, Gold und einen rätselhaften Tanzenden Saurier geht. Tödliche Gefahren lauern auf die drei ???...

Story:
Mit dem Volk der Winde präsentiert man uns die erste Umsetzung eines Buches aus der "Find your Fate"-Reihe, einer Abenteuerspiel-Buchreihe ähnlich wie "Fünf Freunde und du". Für die Übersetzung war es nötig aus den ganzen möglichen Wegen und Enden eine durchgehende Handlung zu machen und dazu auch noch eine die zu einem glücklichen Ende führt. (In zwei der möglichen Enden segnen die beliebten Detektive gar das zeitliche). Allerdings ist dabei nur eine mäßig spannende Geschichte entstanden. Die Handlung plätschert einfach vor sich hin ohne dabei besonders spannend oder gar unheimlich zu sein. Hinzu kommt noch, dass diese Folge mit rund 54 Minuten für die damaligen Verhältnisse auch recht lang ist. Rätsel oder Ähnliches gibt es gar nicht zu knacken. Die drei ??? fahren nur immer wieder von einem Ort zum anderen, so dass man doch irgendwo merkt, dass die Vorlage ein Spielebuch war. Die Geschichte ordne ich im durchschnittlichen Bereich ein. Es gibt fraglos wesentlich bessere Vorlagen aber auch ebenso fraglos wesentlich schlechtere.

Sprecher:
Die Sprecher schaffen es den Hörer über weitere Strecken über die lahme Geschichte hinweg zu trösten. Neben den drei ??? Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhling und Erzähler Peter Pasetti gibt es hier nämliche eine ganze Reihe an klangvollen Stimmen zu hören. So zeigt sich Douglas Welbat wie gewohnt souverän und beweist, dass er sowohl aggressive als auch unsichere Passagen überzeugend umsetzen kann. Ebenfalls an Bord sind Karl Walter Diess als zwielichtiger Anwalt Zindler und Manfred Steffens als alter Indianer Pamir. Bei den restlichen Sprechern langt eigentlich die Erwähnung der Namen: Horst Naumann und Svenja Pages. Die Sprecher sind gut bis sehr gut und erfreuen die Ohren.

Musik und Effekte:
Die Musik ist nicht durchgehend überzeugend, da es einigen Melodien schlicht an Aussagekraft fehlt und somit nicht immer 100%ig die richtige Stimmung erzeugt wird. Dafür hat man das indianische Flair sehr schön mit der verwendeten Flötenmelodie eingefangen und die Verwendung des einen oder anderen Orchesterstückes macht sich ebenfalls gut. Zu den Effekten braucht man bei dieser Folge mal wieder eigentlich nichts zu sagen. Hierfür hat man ein gutes Gespür und die eingesetzten Effekte untermalen das Geschehen stets passend und unaufdringlich. Beide Punkte zusammen ergeben eine solide Leistung, die aber besser sein könnte.

Fazit:
Trotz der tollen Sprecher schafft diese Folge es einfach nicht zu überzeugen. Es hapert hierbei schlichtweg an der Geschichte die nur wenig spannend ist und auch lange Zeit recht planlos verläuft. Die (für damalige Verhältnisse) lange Spielzeit trägt auch nicht grade zur Besserung des Gesamtbildes bei. Auch bei der Musik hat man schon bessere Arbeit geleistet und somit präsentiert sich uns die 41. Folge dieser Serie als eine weitere, die man durchaus hören kann, die man aber nicht kennen muss. Grade unter den ersten 30 Folgen gibt es viele Folgen die einfach besser (weil spannender und/oder unheimlicher) sind.



Anmerkung: Diese Folge ist gemeinsam mit den Folgen 40 und 42 in der "14. ??? Box" erhältlich:



lord gösel