Die drei ??? (40)
und der Automarder




Inhalt:
In Rocky Beach klirren die Autoscheiben, die ein geheimnisvoller Automarder serienweise zertrümmert. Und nicht nur das: Ein Adler verschwindet. Ein Fall, der selbst für die drei Detektive unlösbar zu sein scheint. Doch dann geht dem Ersten Detektiv ein Licht auf!

Story:
Oftmals wird diese Folge als die erste nach der Klassiker-Ära bezeichnet. Hier wehte ein neuer Wind, was aber eigentlich primär daran lag, dass ab hier keine Musik von Carsten Bohn mehr verwendet wurde, doch das hat nun eigentlich herzlich wenig mit der Geschichte an sich zu tun. Allerdings kann diese auch nur bedingt überzeugen. Die Idee, die hinter dem Automarder steckt ist gar nicht so dumm und hat durchaus realistische Bezüge. Allerdings ist es erstaunlich wie lange die drei ??? und vorallem Justus brauchen um auf die richtige Idee zu kommen. Des Weiteren kommen einige Ungereimtheiten hinzu: Der Automarder wurde also gewarnt. So weit so gut. Aber ... wie hat das Ganze denn nun funktioniert? Woher wusste der Marder, welche Frequenz er an seinem Radio einstellen musste und wie ist die Person, die ihn warnt mit ihm in Verbindung getreten? Auch wenn man von diesen Aspekten absieht, fehlt der Geschichte noch ein wenig der letzte Biss, denn sie kommt nur sehr langsam und betont träge in Fahrt. Unterhaltung wird zwar geboten, aber ich persönlich sehe die Geschichte am unteren Ende des Durschnitts.

Sprecher:
Bei den "Perlenvögeln" klangen aus bekannten Gründen manche Dialoge der drei Hauptakteure etwas seltsam. Dem ist hier zum Glück nicht mehr so und somit gehen die Leistungen bei dieser Folge auch wieder in die richtige Richtung. Auch Erzähler Peter Pasetti zeigt sich von seiner besten Seite und ist gut dabei. In den Nebenrollen gibt es eine ganze Reihe toller Stimmen zu hören. Horst Naumann, Sascha Draeger (ja, der ist wirklich gut), Svenja Pages, Günther König und Andreas von der Meden. Die gebotenen Leistungen sind alle wirklich gut. Etwas fragwürdiger sind in meinen Ohren die Leistungen von Ben Becker (Willard Temple) und Jochen Sehrndt (Mr. Temple). Ben Becker klingt irgendwie steif und abgelesen, während Jochen Sehrndt sich in einer Stimmlage präsentiert die nicht unbedingt leicht zu ertragen ist. Sehr erfreulich ist, dass man für die Neuauflagen nachträglich Hans Meinhardt als Onkel Titus und Karin Lieneweg als Tante Matilda aufgenommen und eingemischt hat. Alles in allem sind die Leistungen noch mit gut zu bewerten.

Musik und Effekte:
Carsten Bohn war hier also weg. Was allerdings bei den CD-Versionen unerheblich ist, da die Musiken von ihm eh ausgetauscht wurden. Auch bei dieser Folge hat man einige Musiken ausgetauscht und das nicht unbedingt zum Besseren hin. So fehlt bei der einleitenden Scheiben-Zerstörungsszene beispielsweise die recht passende Hintergrundmusik. Auch ansonsten empfinde ich die Musik grösstenteils nur als durchschnittlich. Die Effekte sind auch ein zweischneidiges Schwert. Während die Scheibenzerstörerei durchaus echt klingt, fehlt es für meinen Geschmack in manchen Szenen an Hintergrundgeräuschen.

Fazit:
Ein mittelprächtiger Eintrag dieser Serie. Die Geschichte kommt nur langsam in Fahrt und außerdem gibt es ein, zwei Ungereimtheiten. Musik und Effekte bewegen sich auch auf einem nur durchschnittlichen Niveau und lediglich die Sprecher können wirklich überzeugen. Einen Schuss in den Ofen haben wir hier aber auf jeden Fall nicht vorliegen, denn man kann diese Folge durchaus mal hören. Allerdings würde ich sie nicht als ein MUST-HAVE bezeichnen. Kann man hören, muss man aber nicht kennen. Ergo: Durchschnitt.



Anmerkung: Diese Folge ist gemeinsam mit den Folgen 41 und 42 in der "14. ??? Box" erhältlich:



lord gösel