Computer Force (6)
Unternehmen Antarktis




Inhalt:
Das High-Tech U-Boot "Nova Polaris" ist auf dem Weg ins ewige Eis der Antarktis, um die Ursachen für das Abschmelzen der Pole zu erforschen. Ausgestattet mit einem Laser-Eisbrecher und einer erhitzbaren Außenhaut, macht sich das U-Boot auf den Weg. Doch plötzlich versagen Hitzeschild und Schmelzlaser! Das Boot steht still und die Besatzung ist unter tausenden Tonnen von Eis gefangen. Dieser Überfall geht auf das Konto der GLITCHES, einer Bande von Computerviren, die drohen, die Besatzung einzufrieren, wenn ihre kriminellen Forderungen nicht erfüllt werden. Die Kontrollstation in London wendet sich verzweifelt an Danny, den jungen Computerfreak. Danny ruft sofort die COMPUTER FORCE. Können sie gemeinsam die U-Boot-Besatzung retten?

Story:
Die letzte Geschichte der Serie bietet keine innovativen Ideen und seien wir mal ehrlich: Rechnet man denn damit noch? Eigentlich nicht. Stattdessen klaut man weiter munter seine eigenen Ideen, denn wie sagt eine der Figuren es so passend: "Das U-Boot ist ja fast wie ein Raumschiff." Richtig ... und schon das Shuttle aus Folge 5 war sowas ähnliches wie das Flugzeug aus Folge 3. Nun gut ... das Grundgerüst der Handlung ist also hinreichend bekannt. Die einzige Frage die sich nun noch stellt ist, welchen Unfug man diesmal noch auf die arme Hörerschaft loslässt. Nun ... hier feiern die GLITCHES eine fette Party und zwar greifen sie dabei zu reichlich BIT-GROG, obwohl es Mr. Masterbit lieber wäre, wenn sie RAM-LIMO trinken würden. An dieser Stelle bin ich dann wirklich in schallendes Gelächter ausgebrochen. Was für ein herrlicher Unfug. Computer-Viren können auch verdammt betrunken sein und was sie dann so machen, erfahren wir hier natürlich auch. Man ist sich selbst treu geblieben und hat es wieder geschafft die Stufe des Unfugs noch höher zu setzten. Eigentlich schade, dass es die letzte Geschichte ist, denn wer weiss welche genialen Ideen uns noch so erwartet hätten. Computer-Viren, die sich verknallen, "Liebe machen" und dann viele kleine "Viren-Kinder" in die virtuelle Realität setzten? Wissen werden wir es nie, aber ich weiss, dass diese Geschichte mal wieder Trash der allerersten Güte ist.

Sprecher:
Als würden die GLITCHES nicht schon nervtötend genug sein, wenn sie nüchtern sind. Aber ... wenn sie dann nach dem Genuss ihres BIT-GROGS hackenstramm durch die CPU torkeln und laut lallen, dann ist das noch schwerer zu ertragen. Diesmal gibt es mal wieder sehr viel GLITCHES zu hören und dementsprechend muss man schon einiges über sich ergehen lassen um das Ende dieses Hörspiels zu erreichen. Somit trudeln sich die Leistungen insgesamt am unteren Ende des Durchschnitts ein.

Musik und Effekte:
Da die GLITCHES ja in der CPU eine fette Party feiern, bekommt man sogar mal kurz andere "Musik" zu hören. Naja ... jedenfalls wenn man das, was dort zu hören ist als Musik bezeichnen will ;) Ansonsten gibt es hier keinerlei Veränderungen gegenüber dem Rest der Serie. Nur eins fällt hier sehr stark auf: Egal wo wir sind, es gibt immer denselben Alarmsound. Völlig egal, ob DataControl, Flughafen, Raumhafen oder U-Boot ... und sogar im Rechner selbst. Naja ... was soll man sich jetzt noch darüber beschweren. Mit Folge 6 haben wir das Ende der Neuauflage erreicht und abermals geht die Untermalung bestenfalls als durchschnittlich durch.

Fazit:
6 Folgen, 6 Schüsse in den Ofen. Wieso hat man diese Serie eigentlich neuaufgelegt? Die Geschichten haben sich schon ab Folge 3 wiederholt und waren sich immer recht ähnlich. Die Sprecher waren zum Teil immer auf einem extrem nervtötenden Niveau und die Untermalung war doch eher dürftig. Wer sich mal so richtig über verrückte Ideen ablachen will, der kann sein Geld durchaus investieren. Nur ... das ganze soll ja eigentlich nicht zum Ablachen animieren, sondern es soll ja "Die außergewöhnliche und packende neue Abenteuer Hörspiel-Reihe von TopSound, nicht nur für Jungs!" sein. Und unter diesem Gesichtspunkt, kann man sowohl diese Folge als auch die gesamte Serie nur als FLOP bezeichnen.



lord gösel