Computer Force (4)
Computerviren im Bankensystem




Inhalt:
Mr. Masterbit, der finstere Boss einer Hackerbande, braucht Geld - viel Geld. Um an dieses Geld heranzukommen, heckt er einen tollkühnen Plan aus: Mittels einer Kreditkarte schleust er seine üblen Computerviren, die GLITCHES, in die Rechenanlage einer Bank. Dort angekommen, machen sich die GLITCHES auch gleich ans Werk und transferieren jede Menge Geld auf das Konto ihres Chefs. Durch Zufall wird der junge Computerfreak Danny Zeuge dieses "digitalen Bankraubes". Sofort aktiviert er seine Freunde, die fünf Antivirus-Programme der COMPUTER FORCE, und gemeinsam machen sie Jagd auf die GLITCHES. Wird es ihnen gelingen, die GLITCHES unschädlich zu machen?

Story:
Heilige Harddisk! Man ist von dieser Serie schon so einiges gewohnt und auch hier wird man nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Man legt noch kräftig eins obendrauf. Die GLITCHES, die ja scheinbar ultrakomplexe Programme sein müssen, lassen sich also auf dem Magnetstreifen einer Kreditkarte speichern? Das Programm mit dem die komprimiert worden sind, möchte ich auch gerne mal haben ;) Aber mal ganz von vorne. Man hat hier diesen "Und täglich grüsst das Murmeltier"-Effekt. Die Geschichten dieser Serie sind sich einfach zu ähnlich und die Handlung selbst folgt wieder Schema F. Danny ist diesmal grade in der Bank als die Viren zuschlagen und natürlich kennt ihn jeder als das junge Computergenie und demenstprechend bekommt er sofort einen Rechner, an dem er loslegen kann. Wieder tappt die COMPUTER FORCE in eine Falle, naja zumindest ein Teil von ihnen. Danny liest sich auch wieder in den PC ein (den Körper-Scanner hat er natürlich immer und überall dabei) und natürlich sind die GLITCHES wieder mal nicht endgültig zerstört. Wem das bisher Gelesene noch nicht an Unfug reicht, dem sei noch verraten, dass Danny in wenigen Minuten ein komplexes Programm schreibt um die GLITCHES zu fangen und, dass Danny von der COMPUTER FORCE ein Gerät bekommt mit dem er immer und überall mit ihnen kommunizieren kann. Ich dachte eigentlich, dass man an Verrücktheit nicht noch mehr bieten kann, doch diese Folge ist bisher das Highlight an letzterem. Völliger Humbug.

Sprecher:
Hier tut sich rein gar nichts. Die Sprecher der "normalen" Rollen sind weitestgehend gut, aber nicht wirklich überragend und bei den Sprechern der GLITCHES und stellenweise auch der COMPUTER FORCE zuckt man als Hörer regelmäßig zusammen. Die volle Palette der letzten Folgen wird auch hier wieder geboten. Verstellte Stimmen bis Ultimo und das auf eine schier unerträgliche Art und Weise. Da man bei dieser Folge dann auch mal wieder mehr von den GLITCHES hört, ist es nicht grade leicht dieses Machwerk zu Ende zu hören.

Musik und Effekte:
Same procedure as last volume? Aber sicher. Keinerlei änderungen. Sobald es in den Computer geht, wird das gesamte Geschehen von sphärischen Sounds unterlegt. Die Effekte in der echten Welt sind solide, aber nicht besonders auffällig. Bei der Musik bleibt man auch seiner Linie treu. Immer wieder dasselbe, egal ob es grade spannend oder dramatisch sein soll ... man bekommt immer diese fröhliche Melodie zu hören.

Fazit:
Nach dem Genuss der ersten drei Folgen dachte ich, dass es nicht schlimmer kommen könnte, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Was in der Geschichte abgeht, dürfte jeden Informatik-Studenten in den Wahnsinn treiben. Obendrauf dann die diesmal wieder ultranervigen Sprecher und die immerselbe Musik und fertig ist ein Flop der allerersten Güte. Von den bisherigen vier Folgen, bekommt man hier die schwächste serviert und ich frage mich, ob es wohl noch schlimmer kommen kann. Es bleibt mir ein Rätsel wieso TOPSOUND Geld in eine Neuauflage dieser Serie investiert hat.



lord gösel