Computer Force (3)
Flugalarm - Höchste Gefahrenstufe




Inhalt:
Die GLITCHES, eine Bande von Computervirus-Programmen, sind zurückgekehrt! Sie haben das gesamte Computersystem der bundesweiten Flugsicherung in ihre Gewalt gebracht. Alle in der Luft befindlichen Flugzeuge drohen abzustürzen. Viele Menschenleben sind in Gefahr! Jetzt können nur noch Danny, der junge Computerfreak, und die COMPUTER FORCE helfen. Doch es gibt ein großes Problem: Danny kann keinen Kontakt zur COMPUTER FORCE herstellen, da die GLITCHES den Zugang zum Rechensystem der Flugsicherung versperrt haben. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Story:
Die Abenteuer der COMPUTER FORCE und ihres Freundes Danny sind noch lange nicht zu Ende. Ist ja auch klar: Solange Oberhacker Mr. Masterbit die GLITCHES noch hat, kann er sie immer wieder neuladen und wieder losschicken. Diesmal haben es die fiesen 5 auf das Computersystem der Flugsicherung abgesehen und durch ihre Manipulation der Daten stehen unendlich viele Menschenleben auf dem Spiel. Welchen Zweck Mr. Masterbit mit der Aktion verfolgt, bleibt völlig im Unklaren. Zu keiner Sekunde werden Geldforderungen oder ähnliches gestellt, was nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit der Geschichte beiträgt. Moment mal .. Glaubwürdigkeit? Die braucht man hierbei doch sowieso nicht, denn wir wissen es ja schon aus den beiden Vorgängerfolgen, dass man sich als Mensch in den Computer einlesen kann und dort rumdüsen kann. Letzteres muss Danny auch hier wieder tun und natürlich tut er dies um die COMPUTER FORCE aus einer Falle der GLITCHES zu befreien in die die Jungs natürlich wieder hineingetappt sind. Es ist schon sehr erstaunlich: Wir sind hier grade mal bei der dritten Geschichte der Serie angelangt (eigentlich erst der zweiten, denn die Folgen 1 und 2 gehörten ja zusammen) und schon wiederholen sich die Ideen. Selbst am Ende gelingt wieder einem der bösen GLITCHES die Flucht, was auch in Folge 2 vorgekommen ist. Nein ... spannende Unterhaltung darf man hier erneut nicht erwarten, dazu mangelt es der Geschichte einfach an neuen Ideen und die übliche Abgedrehtheit tut ihr übriges. Der Hörer ist froh, wenn dieses "Abenteuer" vorbei ist, denn Unterhaltung sieht einfach anders aus.

Sprecher:
Entgegen meiner Aussage bei Folge 1, gibt es doch Angaben zu den Sprechern. Diese sind allerdings gut versteckt im Kleingedruckten, noch unter der Regie-Angabe. Die aufgelisteten Namen helfen mir aber dennoch kein bischen weiter: Christoph Jablonka, Crock Krumbiegel, Kai Taschner, Andreas Borcherding, Karl Heinz Knaup und Andreas Cämmerer (auch verantwortlich für Buch, Regie und Titelsong). Allerdings fällt bei dieser Folge sehr stark auf, dass einige Sprecher gleich mehrere Rollen eingesprochen haben. Es ist schon ziemlich unklug Szenen, in denen verschiedene Charaktere von einem Sprecher gesprochen werden hintereinander zu setzten. An den Leistungen selbst hat sich herzlich wenig geändert. Manou Lubowski und der Rest der Sprecher, die sich "normal" artikulieren, kann überzeugen. Die GLITCHES legen immer noch ein hohes Nervpotential an den Tag. Allerdings hat man ein Einsehen mit dem Hörer und lässt diese bösen 5 nicht allzu oft zum Einsatz kommen. Insgesamt kann man hier abermals von durchschnittlichen Leistungen reden.

Musik und Effekte:
Alles beim Alten geblieben. Die Computerwelt wird untermalt durch die immerselben Soundansammlungen. Die Geräusche die zur Darstellung der realen Welt dienen sind grösstenteils wirklich gut, aber an manchen Stellen (z.B. bei der Flugzeuglandung) etwas zu zahm. Die Musik ist immernoch dieselbe wir bei den ersten beiden Folgen und kommt auch dann zum Einsatz, wenn diese eher fröhliche Melodie eigentlich völlig deplaziert ist. Bestes Beispiel: Die COMPUTER FORCE wird von den GLITCHES eingefroren und danach ertönt exakt die gleiche Melodie, wie immer. Überzeugend ist diese Vorstellung nicht wirklich.

Fazit:
Die 3. Folge der Serie ist auch die dritte, die sich als FLOP herausstellt. Die Handlung gleicht einem Abziehbild der 2. Folge. Es mangelt an neuen Ideen und wirklich interessanten Geschichten. Wenn man sein kreatives Pulver schon mit dieser "Körper-Scan"-Idee verschossen hat, ist es aber vielleicht auch besser, dass es keine echten neuen Ideen gibt. Wer weiss, was da sonst noch so passiert wäre. Schon als die Serie vor etwa 15 Jahren erstmalig veröffentlicht wurde schien sie niemanden so richtig vom Hocker zu hauen, denn schließlich brachte sie es nur auf 6 Folgen. Was damals nicht rockte, rockt auch in der heutigen Zeit einfach nicht. Abgedrehte Stories gibt es im Fernsehen schon genung, da brauche ich meinem Kind nicht auch noch derartige Kost auf MC oder CD zu geben. Die durchschnittlichen Sprecherleistungen und die insgesamt recht spärliche Untermalung runden das Bild dann eindeutig ab: FLOP!



lord gösel