Computer Force (2)
Jagd durch das Postnetz

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Inhalt: Die GLITCHES, eine Bande von Computervirus-Programmen, sind zurückgekehrt und treiben im System der Datenver-arbeitungsfirma „Datacontrol“ ihr Unwesen. Sie wollen alle Computersysteme der Welt in ihre Gewalt bringen. Die COMPUTER FORCE nimmt die Verfolgungsjagd auf. Dabei geraten ROMM und seine Truppe in den PC des Computerfreaks Danny. Als der Junge sie entdeckt, glaubt er zunächst, Computerviren hätten seinen Rechner befallen. Um von Danny nicht gelöscht zu werden, ist die COMPUTER FORCE gezwungen, ihr Geheimnis preiszugeben. Von da an ist Danny der einzige Mensch, der mit der COMPUTER FORCE in Kontakt treten kann. Sie bilden ein Team, mit dem Ziel, die zu Mr. Masterbit geflüchteten GLITCHES unschädlich zu machen. Eine wilde Jagd durch das Postnetz beginnt... Story: Nahtlos geht der Wahnsinn weiter. Wie gelingt es nur der COMPUTER FORCE den PC-Freak Danny ins Gebäude von Datacontrol zu bringen? Na, ist doch klar. Wenn es Programmen möglich ist, über eine Schnittstelle in die Menschenwelt zu gelangen und dort Gestalt anzunehmen, so muss es doch auch möglich sein aus einem Menschen ein Programm zu machen, dass man ich den PC einspeisen kann. Also springt die COMPUTER FORCE in Dannys Zimmer und baut dort ihren Anti-Viren-Laser etwas um. Und wening später sitzt Danny als Programm Dannybit in seinem eigenen PC. Gemeinsam mit der COMPUTER FORCE düst er nach Datacontrol, wo er sich wieder in seine menschliche Gestalt zurück verwandelt und beginnt das zu tun, was die besten Programmierer von Datacontrol nicht schaffen. Die Handlung ist sowas von verrückt, das es beinahe schon wieder Spass macht sich diesen Blödsinn anzuhören. Aber eben doch nur beinahe. Alles bleibt vielzu überdreht und wirklich spannend ist die Handlung auch nicht. Während Danny also bei Datacontrol auf Hochtouren malocht versucht die COMPUTER FORCE die flüchtigen GLITCHES zu eleminieren. Doch die Truppe stolpert mal wieder in eine Falle und ist auf Dannys Hilfe angewiesen. Was man hier vor die Ohren bekommt ist sogar noch verrückter als das, was uns schon bei der ersten Folge serviert hat. Trash in Reinkultur ohne Spannung. Sprecher: Grosse Veränderungen gibt es nicht. Manou Lubowski klingt hier sehr motiviert und sogar überzeugend, was angesichts der Geschichte nicht selbstverständlich ist. Insgesamt ist diese Folge rein von den Sprecherleistungen her leichter zu ertragen als das Debut. Wieso? Nun ... die arg nervtötenden GLITCHES kommen hier nicht so oft zum Einsatz und dementsprechend wird man nicht am laufenden Band mit verstellten und gepitchten Stimmen gequält. Wenn sie dann zum Einsatz kommen, ist der Nervfaktor direkt wieder da und zwar mit voller Härte, denn das "Schleimsaugen" von INDEXX ist nach wie vor vorhanden. Man gönnt sich in dieser Folge einen kollosalen Fehler: MEGAHERT kommuniziert mit dem Erschaffer der GLITCHES, Mr. Masterbit, und hierbei hat MEGAHERT plötzlich eine andere Stimme, nämlich die von DEKODAR (wenn ich mich da nicht verhört habe). Als sich wenig später MEGAHERT und INDEXX wieder im Gespräch befinden, hat der Anführer der GLITCHES wieder seine alte Stimme. Sehr sonderbar und schon ziemlich peinlich sowas. Wie schon gesagt, sind die Sprecherleistungen diesmal erträglich und am oberen Ende von durchschnittlich einzustufen. Musik und Effekte: Verändert hat sich hier absolut nichts. Die Effekte sind eigenartige Soundcollagen und irgendwelche Sounds, die wohl an Laser erinnern sollen. Die normalen Hintergrundgeräusche gehen in Ordnung. Bei der Musik hat sich leider auch nichts getan. Auszüge und Abwandlungen des Titelstücks dienen als Untermalung und dabei ist es völlig egal, ob die Musik passt. Da sitzt die COMPUTER FORCE also in einem Sateliten fest, der in wenigen Sekunden in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen wird, aber es gibt keinerlei dramataische Musik dazu. Bescheidene Leistung. Fazit: Man bewegt sich auf demselben Niveau wie bei der ersten Folge. Zwar sind die Sprecherleistungen diesmal leichter zu ertragen, aber das gleicht die noch abgedrehtere Geschichte im Handumdrehen wieder aus. Das Problem bleibt bestehen: Die angesprochene Zielgruppe dürfte mit dem Inhalt dieser Serie irgendwie überfordert sein und diejenigen, die es verstehen dürften laut lachen über die Ideen die man dem Hörer hier verkaufen will. Weshalb diese Serie neuaufgelegt wurde ist mir nach dem Genuss der ersten beiden Folgen absolut schleierhaft. Hier bekommt meine eine grosse Portion Unsinn serviert, der in der heutigen Zeit nur noch albern wirkt. Meinen Kinder würde ich diese Serie jedenfalls nicht geben. Die Folge stellt einen weiteren FLOP dar.
lord gösel |