Chronologie der letzten Tage (1)
Im Hochmoor

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Inhalt: Klappentext: "Wissen sie, wenn man in Fahrtrichtung sitzt, so wie ich jetzt, hat es auch Vorteile. Dann können sie sehen, was auf sie zukommt. Ihnen bleibt das im Moment verborgen." Prof. Dr. Heiner-Maria Graf Clodomir Inhalt laut Homepage: „Du verstehst nicht, Max. Du solltest tot sein!“ flüstert die geheimnisvolle Frauenstimme am Telefon. Dabei wollte Max Kellerau doch nur eine Studienreise nach Freiburg machen. Und schon auf der Zugfahrt trifft er einen mysteriösen Archäologen, der ihm etwas von einer dunklen Vergangenheit der Stadt erzählt. Und dann diese Frau am Telefon, die ihn vor irgendetwas zu warnen scheint. Max gerät in einen Strudel der Ereignisse, der sich kaum aufzuhalten scheint. Welches Geheimnis rankt sich um die Region im Breisgau? Story: Die Mini-Serie „Chronologie der letzten Tage“ beginnt direkt mit einem Knaller. Max Kellerau gerät ohne eigenes Zutun hinein in einen Albtraum, der kein Ende für ihn zu nehmen scheint. Von geheimnisvollen und unheimlichen Anrufen und Träumen geplagt stolpert er durch eine Geschichte, die den Hörer in ihren Bann schlägt. Nach dem leicht kitschigen Anfang in Form eines Telefonats geht es direkt schon seltsam zur Sache und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto unheimlicher wird es. Ja … was die Geschichte so interessant macht sind die vielen unheimlichen Momente, bei der sich doch die eine oder andere Gänsehaut bildet. Da es sich um eine „in sich geschlossene Mini-Serie“ handelt, hat dieser erster Teil natürlich kein richtiges Ende, sondern wartet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger auf, der den Hörer schon vermuten lässt, dass da doch noch wesentlich mehr kommen wird als man es nach dem Genuss dieses Teils vermuten kann. Wer Horror und unheimliche Geschichten mag, der kommt mit „Im Hochmoor“ definitiv auf seine Kosten! Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Sprecher: Im Jahre 2003 erblickte dieses Hörspiel das Licht der Welt und zu dieser Zeit, war das Idependent-Label „Pandoras Play“ schon dem einen oder anderen bekannt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass man einige der Sprecher bereits aus der Serie „Schattensaiten“ kennt. Wichtigster Mann an Bord ist sicherlich Marco Göllner, der nicht nur als Erzähler durch die Handlung führt, sondern sich auch für die Regie und die Bearbeitung verantwortlich zeigte. Seine Stimme ist sehr angenehm und die Rolle als Erzähler macht er wirklich sehr gut. Zweiter wichtiger Mann ist Björn Bergmann, der die Rolle von Protagonist „Max Kellerau“ übernimmt. Zwar ist er kein Profi, aber er geht mit hörbarem Engagement zu Werke. Auch die übrigen Sprecher sind keine Profis, aber wirklich schlecht ist hier eigentlich niemand. Lediglich die Sprechart von Werner Brink in seiner Rolle als „Prof. Dr. Heiner-Maria Graf Clodomir“ ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er ziemlich langsam und gestelzt spricht, was aber auch so gewollt sein kann. Unterm Strich bleiben gute Leistungen, die sich hören lassen können. Musik und Effekte: Schon bei den „Schattensaiten“ hatte man gezeigt, dass man im Hause Pandoras Play durchaus weiß, wie man ein Hörspiel unheimlich in Szene setzt. Doch, was man hier vor die Ohren bekommt ist nochmals eine beachtliche Steigerung. Die Szenen aus Max Traumwelt werden sehr unheimlich umgesetzt und der eigentlich recht simple Effekt, der über die Stimme von Katja Behnke gelegt wurde trifft auch voll in Schwarze, so dass Gänsehaut garantiert ist. Auch musikalisch beweist man ein gutes Gespür. Zwar gibt es eigentlich nur ein Stück in einigen Variationen, doch dieser orchestrale Sound ist sehr eindringlich und sorgt direkt für ein unangenehmes Kribbeln in der Bauchgegend. Leider hat man auch ein Defizit zu verzeichnen, und das ist stellenweise die Abmischung. Einerseits hat sich viel Mühe gegeben und die Sprecher über die beiden Kanäle so verteilt, dass wirklich Raumfeeling aufkommt, aber andererseits sind manche Dialoge zu leise abgemischt, so dass man schon mal zum Lautstärkeregler greifen muss, um noch etwas zu verstehen, nur um im nächsten Moment von einen lauten Schock-Effekt erschreckt wieder zum Regler greifen zu müssen. Aufgrund dieser Macke geht die technische Seite am Ende doch nur als gut durch. Fazit: Was für ein Einstieg! Mit „Im Hochmoor“ legen Pandoras Play die Messlatte für die weiteren drei Teile dieser Serie und generell für weitere Produktion verdammt weit nach oben. Als Hörer stürzt man ebenso wie Hauptakteur Max geradezu hinein in diese Geschichte. Spannung und Grusel sind garantiert. Die Sprecher sind auf einem guten Niveau und man merkt herzlich selten, dass es sich um eine Independent-Produktion handelt. Die Inszenierung der Szenen ist sehr gut und gelungen und man kann als Hörer wirklich eintauchen in die Welt, die hier aufgebaut wird. Trotz der kleinen Macke mit der nicht 100%ig gelungenen Abmischung, komm ich nicht umhin dieser Produktion die Höchstnote zu verpassen. Es gibt nicht viele Hörspiele, die es schaffen den Hörer so in ihren Bann zu schlagen, doch dieses vermag es immer und immer wieder! Eine wirkliche TOP-Produktion! ![]() ![]() ![]() ![]()
lord gösel |