Gabriel Burns (14)
Die Verbündeten

|
Inhalt: Käfige bedeckten nahezu jeden Quadratmeter der Halle. Im ersten Moment dachte Stuart Blumberg, dass sie Tiere beherbergen würden. Doch als er näher kam, erkannte er die Wahrheit. Mit einem Mal gingen die Lichter aus. Stuart Blumberg war von Dunkelheit umgeben. Am Ende der Welt... am Ende der Menschlichkeit. Story: Wie geht es mit Steven Burns nach seinem emotionalen Zusammenbruch am Ende der letzten Folge weiter? Lassen wir Katze gleich zu Beginn aus dem Sack: Gar nicht. Die 14. Folge der Serie Gabriel Burns kommt ganz ohne ihren Antihelden Steven aus. Stattdessen erleben wir als Hörer, was Larry Newmann und Stuart Blumberg bei ihren Nachforschungen in Bukarest aufdecken. Sie erhalten Informationen über einen seltsamen Professoer namens Lugoj und werden auf recht unfreundliche Weise bis ans Ende der Welt gebracht. Während Blumberg dort eingesperrt wird und Bekanntschaft mit Dorgan Fink macht, steht Larry Newmann einem Mann gegenüber, der ihn vor eine unglaublich schwierige Wahl stellt. Dieser Mann ist niemand geringeres als Major Fink himself! Die Geschichte ist abermals ziemlich spannend und atmosphärisch geworden. Einige weitere Fragen werden hier Stück für Stück enthüllt, so zum Beispiel die Verbindung zwischen Fink und den grauen Engeln. Allerdings werden grade durch den Schluss mal wieder neue Fragen aufgeworfen, wie etwa was zum Teufel Dorgan Fink eigentlich plant, oder wie sich Larry Newmann entscheiden wird. Inhaltlich ist die Folge nicht ganz so dicht, wie die letzten beiden Geschichten, aber dennoch vermag sie es abermals sehr gut zu unterhalten. Sprecher: Was soll man hier noch grossartig zu schreiben? Jürgen Kluckert als Erzähler ist nach wie vor beeindruckend. Vermutlich könnte er auch das Telefonbuch von Berlin vorlesen und es wäre dennoch ergreifend gemacht. Björn Schalla liefert auch eine gewohnt gute Leistung ab, ebenso wie Timmo Niesner als Dorgan Fink. Vom Prinzip könnte ich hier nun alle Namen der insgesamt 14 Sprecher aufzählen und jeden einzeln loben. Allerdings wäre dies wohl etwas "albern" ;) und somit belasse ich es dabei, dass hier durch die Bank weg sehr gute Leistungen geboten werden, die die Freude am Hören enorm steigern. Musik und Effekte: Bei den Effekten kann man abermals aus den Vollen schöpfen und lässt jede vorkommende Szene im Ohr real werden. Egal, ob es sich um Szenen in Wohnungen, alten Fabriken, oder am Ende der Welt im ewigen Eis handelt. Die Musik ist und bleibt eines der Aushängeschilder der Serie. Traurige und depressive Klängen ziehen sich durch das Hörspiel und die gesamte Serie und schaffen es immer wieder in Kombination mit den Effekten eine unglaubliche Atmosphäre entstehen zu lassen. Fazit: Schafft man es das Niveau der beiden letzten, wirklich sehr guten Folgen zu halten? Für meinen Geschmack nicht ganz, da die Atmosphäre bei dieser Folge nicht so dicht und düster ist wie bei der "ersten Erinnerung" und der "Kommission". Dennoch erwartet den Hörer hier eine weitere Produktion, gegen die der olle John Sinclair verdammt blass wirkt. Die Handlung ist spannend und klärt abermals einige Aspekte auf, allerdings auch nicht ohne dabei weitere Fragen aufzuwerfen. Die Sprecher liefern wie üblich eine tolle Performance ab und Musik und Effekte sind auf dem üblichen hohen Niveau. Dennoch fehlt es für meinen Geschmack insgesamt noch etwas an dem "letzten Kick". Die Folgen 12 und 13 konnten mich in schiere Begeisterung versetzen, während ich die 14. "nur gut" fand. Vielleicht liegt es an dem grossen Schatten des Zweiteilers. Fans der Serie können hier natürlich bedenkenlos zugreifen, das es mal wieder Häppchen zur Lösung des "großen Ganzen" gibt. ![]() ![]() ![]()
lord gösel |