Gabriel Burns (5)
Nachtkathedrale




Inhalt:
"Voran, mein Freund! Pass auf, dass dich niemand sieht. Spürst du ihren Schmerz? Kannst du ihre Angst riechen? Im Angesicht des Todes hat jeder seinen eigenen Geruch. Wusstest du das? Natürlich! Du bist ein Geniesser. Du liebst diesen Duft."

Entsetzliche Morde erschüttern die Stadt. Ein Wahnsiniger signiert seine Opfer.

"Geschraubt. Der Täter benutzte Schrauben. 6,5 Zentimeter lang, Spezialgewinde, gehärtet. Außerdem wurde ihr eine Niere entfernt."

Der Ort war erfüllt von Gemeinheit. So intensiv, dass Steven Burns meinte, sie mit Händen greifen zu können - sie mit jeder Pore seines Körpers aufzusaugen.

Story:
Das Prinzip aus Folge 4, mit den parallelen Handlungssträngen behält man bei. Der eine Handlungsstrang erinnert an einige bekannte Thriller, wo nach einem wahnsinnigen Serienkiller gesucht wird. Doch ... wir wären hier nich bei Gabriel Burns, wenn hier nicht irgendwas nicht mit rechten Dingen zugehen würde. In diesem Teil der Handlung wird man mit allerlei ekeligen Dingen konfrontiert, so dass zumindest ich mich frage, ob die Altersempfehlung (ab 12 Jahren) nicht etwas zu niedrig angesetzt ist. Während man sich bei der einen Hälfte der Handlung also auf starken Tobak gefasst machen sollte, geht es im anderen Teil (dem mit Steven) etwas gediegener, aber nicht minder verwirrend zu. Steven wird mit einigen interessanten Fakten konfrontiert. Mir persönlich hat diese Geschichte wirklich sehr gut gefallen, aber sie wird wohl nicht bei allen auf derartige Resonanz stossen. Manche Stellen sind ohne Frage verwirrend und man sollte diese Folge mehrmals Hören um wirklich alles was es zu verstehen gibt zu verstehen.

Sprecher:
18 Sprecher gibt es hier zu hören und jeder kann völlig überzeugen. Letzteres erwartet man mittlerweile aber auch, wenn man eine Folge dieser Serie in den Player wirft. Besondere Anerkennung verdient die Leistung von Bianca Krahl, die in ihrer Rolle als Joyce Kramer so einiges einstecken muss. Ihr "Leiden" klingt erschreckend echt. Interessant sich auch der Auftritt von Produzent Volker Sassenberg als "Aaron Cutter". Sicherlich ist seine Stimme mit irgendeinem Effekt belegt um böser zu klingen, aber dennoch hat er hörbaren "Spass" an seiner Rolle.

Musik und Effekte:
Ich gebe es offen zu: Ich weiss nicht mehr, was man noch über diese beiden Faktoren schreiben soll, außer dass sie schlichtweg hervorragend sind. Diese Folge hat viele cineastische Züge und würde sicherlich als Filmumsetzung auch eine gute Figur machen und ... der Grossteil dieser cineastischen Züge entsteht einfach durch das nahezu perfekte Zusammenspiel von Musik und Effekten.

Fazit:
Für mich eine meiner Lieblingsfolgen der Serie, da ich diese "Serienkiller"-Thematik sehr gerne mag und auch deartige Filme gerne sehe. Allerdings dürfte die Handlung für so machen "Otto-Normal-Hörer" doch zu hart und ekelig sein. Für Kinder ist diese Folge auf keinen Fall geeignet. Der grosse Handlungsrahmen wird hier auch nur spärlich vorangetrieben, denn eigentlich entstehen viel mehr neue Fragen, als denn welche aufgelöst werden. Trotz meiner eigenen Begeisterung für die Folge möchte ich hier nicht von einer TOP-Produktion sprechen, da die Handlung etwas wirr ist und eben auch für die Serie zu Vieles im Unklaren bleibt. Trotz dieser Macken haben wir es hier mit einer GUTEN Produktion zu tun.



lord gösel