Gabriel Burns (3)
Experiment Stille




Inhalt:
Manchmal erscheint mir das Leben wie ein schrecklicher Albtraum. Manchmal verbirgt sich das Böse hinter dem Banalen - dann schlägt es wieder offen zu. Umgeben vom tiefblauen Pazifik tauchte Seahawk Five wie das Werk eines größenwahnsinnigen Konstrukteurs vor Steven Burns auf. Das Band der kanadischen Küste verschwand hinter einer Nebelwand.

Zuerst spürte er nur ein feines Kitzeln, als würde eine Feder sein Gesicht berühren. Reflexartig führte er seine Hand an die Schläfe. Seine Fingerspitzen fühlten noch kurz etwas Kaltes, dann verschwand es schlingernd in seinem Ohr. Was verbirgt sich hinter der absoluten Stille? Ein geheimes Regierungsexperiment stößt auf die fahlen Orte.

Story:
Nachdem es bei der 2. Folge etwas wirr zuging, ist man hier was die Geschichte angeht wieder auf der richtigen Seite. Das Setting (eine ölbohrinsel) ist schon gelungen und man beweist, dass man damit eine ganze Menge anstellen kann: Seltsame Seedämonen, ein riesiges Etwas, seltsame Geräusche und das Experiment Stille. Was das ist? Selbst hören ;) Die Geschichte ist spannend erzählt und erreicht unter Wasser einen atmosphärisch unglaublich dichten Höhepunkt. Auch die Rahmenhandlung der Serie wird vorangetrieben, denn was hier vor sich geht steht in Verbindung zu den Ereignissen in Eden Creek (Folge 1). Eine spannende und unheimliche Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat!

Sprecher:
Die bereits bekannten Stimmen aus den ersten beiden Folgen sind einfach nur klasse. Es fällt schwer einen davon hervorzuheben, doch wenn es denn sein muss so sei abermals Jürgen Kluckert als Erzähler genannt. Er drückt der Serie immer wieder einen eigenen Stempel auf. Wirklich interessant wird es immer bei den Nebenrollen und diesmal bekommt man unter anderem Jochen Schröder (Jake Odell), Wolfgang Kühne (Kit Elswa) und Sven Plate (Ivar) zu hören. Ausfälle gibt es hier nicht und auch diesmal empfand ich keinen Sprecher als unpassend, wie es bei Folge 2 der Fall war. Hier bekommt man abermals sehr gute Leistungen geboten.

Musik und Effekte:
Grossartige Änderungen gegeüber der ersten beiden Folgen gibt es hier nicht. Aber ... warum sollte man auch etwas verändern, was so vorzüglich funktioniert? Die Effekte lassen alle Szenen realistisch erscheinen und in Kombination mit der düsteren Musik entsteht hier erneut eine Atmosphäre, die unglaublich dicht ist. Als bestes Beispiel hierfür kann ich nur die Szene im U-Boot nennen, als der Leviathan erscheint. Auch nach dem x-ten Hören jagt mir die Szene eine Gänsehaut auf den Rücken.

Fazit:
Gönnte man sich mit der 2. Folge einen kleinen Ausrutscher, so ist man hier wieder auf allerhöchstem Niveau angelangt. Zwar kann "Experiment Stille" nicht "Der Flüsterer" toppen, aber dennoch hat man hier eine Produktion vorliegen die sich das Prädikat TOP verdient hat. Eine packende Geschichte, erstklassige Sprecher und unglaublich eindringliche Musikuntermalung ergeben einen Cocktail, der jeden Mystery-Fan erfreuen dürfte!



lord gösel