Gabriel Burns (2)
Die Brut

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Inhalt: Die Sonne verbarg sich hinter einer dichten Wolkendecke. Endlos wand sich der nasse Asphalt in verschlungenen Kurven. Möwenschwärme stießen immer wieder auf das kleine Städtchen hinab, um mit heiserem Krächzen eine Mahlzeit zu ergattern. Die Wellen warfen sich dunkelgrün und schäumend gegen das steinige Ufer. Steven Burns fuhr sich mit der Zunge über die trockenen Lippen. Genau in diesem Moment klopfte der Tod an die erste Tür in Port McNeill. Akte grotesker Gewalt - Sie wollen den Menschen ihr Kostbarstes rauben. Story: Ein Poltergeist, ein offensichtlich wahnsinniger Messermörder, der Kindmann, mutierte Rattenhunde und die grauen Engel ... und das alles in Port McNeill. Ein bischen zu viel des "Guten", wie ich meine. Zwar präsentierte sich auch die Geschichte der ersten Folge verwirrend, doch dort wurde am Ende für meinen Geschmack eine befriedigende Lösung präsentiert. Die Auflösung dieser Geschichte fand ich nicht so überzeugend. Die Geschichte fährt schon ein recht hohes Tempo, da Vieles an verschiedenen Orten passiert, aber irgendwie reisst man den Fluss dadurch etwas auseinander. Einen erkennbaren Fortschritt der Gesamthandlung sucht man hier leider vergebens. Trotz einiger sehr stimmungsvoller Momente habe ich die Geschichte eher als durchschnittlich empfunden. Der Schatten des "Flüsterers" ist einfach zu gross. Sprecher: Hier bietet man nahezu dasselbe Niveau wie schon beim Debut. Abermals muss man Jürgen Kluckert hervorheben, der als Erzähler massgeblich zur finsteren Stimmung dieser Serie beiträgt. Steven Burns-Sprecher Bernd Vollbrecht gibt ebenfalls Vollgas und zeigt seine ganze Palette: gelangweilt, aggressiv, ängstlich ... der Mann ist super. Nicht ganz so toll finde ich persönlich Wolfgang Bahro, der zwar gut ist, aber nicht beim restlichen Niveau mithalten kann. Ebenfalls nicht 100%ig überzeugend fand ich Klaus Jespen als Sergant Fenwick. Nun ja ... es sind nur Kleinigkeiten, aber das Bild der Sprecher ist nicht SO stimmig, wie bei der ersten Folge. Dennoch werden hier stets gute bis sehr gute Leistungen geboten. Musik und Effekte: Hier hat sich nichts verändert ... und das ist auch verdammt gut so. Weiterhin werden die Szenen von realistischen Background-Geräuschen untermalt und die Musik versprüht eine düstere Atmosphere. Dennoch zieht man auch hier im direkten Vergleich mit der ersten Folge den Kürzeren. Dies liegt primär daran, dass das gesamte Setting dieser Folge weniger düster ist, was vielleicht daran liegt, dass die Folge in der Stadt spielt. Fazit: Nun ... zwar kann man das Niveau von "Der Flüsterer" nicht halten, aber dennoch stellt diese Folge eine wirklich gute Produktion dar. Die technische Seite ist hier auf einen immens hohen Niveau. Das Problem ist halt nur, dass die Einstiegsfolge einfach zu "mächtig" ist. Trotz einiger kleiner Macken, ist hier Spannung und Grusel garantiert! ![]() ![]() ![]()
lord gösel |