Benjamin Blümchen (102)
Das Pinguin-Ei




Inhalt:
Benjamin, Otto und Stella machen sich große Sorgen, weil die Pinguineltern krank geworden sind und sich nicht mehr um ihr Ei kümmern können. Da hat Stella eine Idee: Sie kommt in einem Faschingskostüm als Pinguin in den Zoo, um das Ei auszubrüten. Benjamin und Otto finden das toll! Aber Stellas Vater verbietet es ihr.

Story:
Wie geht es nach dem sehr vermurksten Jubiläum mit dem liebenswerten sprechenden Elefanten weiter? Nun ... eigentlich wie immer. Grossartige Innovationen bei der Handlung bleiben aus. Aber mal im Ernst ... was soll man denn auch ändern, wenn die Serie gut läuft? Nun .. man könnte sich zumindest ab und an mal einige ausgefallene Ideen für die Geschichten ausdenken, wie man es etwa bei der Tempelkatze (81) gemacht hat. Trotz des Effektes "same procedure as last volume" macht das Hören der Folge dennoch Spass. Die Idee, dass ein Kind ein Pinguin-Ei ausbrütet ist durchaus witzig und für ein Kinderhörspiel gar nicht verkehrt. Es erscheint allerdings diskussionswürdig, dass Stella von zu Hause abhaut um das Ei auszubrüten. Hier wäre eine andere Lösung in meinen Augen besser gewesen, da diese Handlung nicht grade eine Vorbildfunktion erfüllt.

Sprecher:
Man kennt das Problem aus den letzten Folgen: Jürgen Kluckert. Der Mann ist ohne Frage ein toller Sprecher aber als Benjamin kann er einfach zu keiner Sekunde mit Edgar Ott mithalten. Man hört einfach sehr deutlich, dass Kluckert seine Stimme verstellen muss und deshalb gelingt es ihm nicht so viele Emotionen in die Rolle zu legen, wie Ott es vermochte. Nun gut ... Ott kann man leider nicht mehr zurückholen und Kluckert gibt sich ohne Frage Mühe. Er ist aber auch so ziemlich der einzige, der hier negativ auffällt. Alle anderen sind gut bei der Sache und steigern den Spass am Hören.

Musik und Effekte:
Die Effekte sind bei dieser Folge auf dem üblichen Niveau wie man es von der Serie aus der jüngsten Vergangenheit eigentlich gewohnt ist. Die Szenen im Zoo werden schön realistisch untermalt und das ist für die kleinen Hörer schön gelöst. Weniger schön ist das ewige Reizthema, wenn es um Produktionen aus dem Hause Kiddinx geht: Die Musik, denn diese ist (mal abgesehen vom Titellied) nicht vorhanden, leider.

Fazit:
Nach dem sehr enttäuschenden Doppel 100/101 geht es wieder auf dem gewohnten Niveau weiter. Die Geschichte ist ordentlich und die Sprecher sind wie gewohnt gut bis sehr gut (wenn man mal von Kluckert absieht). Was etwas enttäuscht ist wie gewohnt die Musik, die quasi nicht vorhanden ist. Dennoch bekommt man hier insgesamt eine GUTE Produktion vor die Ohren, die man Eltern für ihre Kleinsten durchaus empfehlen kann.



lady gösel