H.P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens (6)
Jäger der Finsternis

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Inhalt: Die besten Alpträume vom Schöpfer des Cthulhu-Mythos. Howard Phillips Lovecraft war ein Sonderling und lebte ganz in der Welt seiner Bücher. Er war aber auch ein Legendenschöpfer und Visionär. Seine Träume, Ängste und Fantasien brachte er in Form alptraumhafter Erzählungen zu Papier. In dieser Geschichten-Sammlung hören Sie sechs großartige Geschichten vom Altmeister des Horrors in neuester Übersetzung. Auf den vier CDs finden Sie folgende sechs gruselige Geschichten: Die Musik des Erich Zann, In der Gruft, Das Bild im Haus, Der Tempel, Jäger der Finsternis und Träume im Hexenhaus. Story: Mit der fünften Episode der „Bibliothek des Schreckens“ präsentierte man nur eine Geschichte. Bei „Jäger der Finsternis“ handelt es sich wieder um eine Sammlung von Kurzgeschichten aus der Feder von Meister Lovecraft. Kurzgeschichten sind auch das, was er einfach aus dem FF beherrschte. Auf nur wenigen Seiten schuf Lovecraft bedrückende Atmosphären und beschäftigte sich immer wieder mit den Abgründen der menschlichen Seele. Auch bei der hier vorliegenden Auswahl zeigt sich der Autor von seiner besten Seite, jedenfalls im Bezug auf die Geschichten „Die Musik des Erich Zann“, „In der Gruft“, „Das Bild im Haus“ und „Der Tempel“. Diese Geschichten ziehen den Hörer absolut in ihren Bann und fesseln von der ersten bis zur letzten Minute. Die beiden verbleibenden Geschichten „Jäger der Finsternis“ und „Träume im Hexenhaus“ sind zwar bei Leibe nicht uninteressant, waren mir persönlich aber etwas zu lang. Am besten wirken einfach die kurzen und knackigen Geschichten von Lovecraft und grade die „Träume im Hexenhaus“ zogen sich für meinen Geschmack doch ein wenig. Dennoch bekommt man rein vom Inhalt gute Unterhaltung vom Altmeister der Grusel- und Horror-Unterhaltung geboten. Sprecher: Auch im sechsten Output der Serie bleibt David Nathan dem Hörer erhalten und er ist ein ganz großes Plus dieser Produktion. Nathan ließt die Texte nicht und er trägt sich auch nicht einfach vor, nein er lebt sie! Grade bei den Geschichten „In der Gruft“ und „Das Bild im Haus“ läuft Nathan zur Höchstform auf, leiht verschiedenen Charakteren individuelle Stimmen und leidet gemeinsam mit den Protagonisten. Was er bietet ist wirklich beeindruckend und die Behauptung, dass er „als einer der besten Synchron-Sprecher Deutschlands“ gilt, kann man nach dem hier gehörten absolut bestätigen. Klares Kompliment an Sprecher und Regie … hier liegt echt Qualitätsarbeit vor. Musik und Effekte: Wie schon bei „Necrophobia (3)“, so ist man auch hier im Punkt Untermalung noch ein Stück weitergegangen. Zwischen den verschiedenen Geschichten gibt es musikalische Einspielungen und auch im Hintergrund setzt man nun Musik ein. Dadurch kann man an diversen Stellen noch zusätzliche Atmosphäre und Dramatik entstehen lassen, was den Hörgenuss noch mal ein Stück steigert. Die verwendeten Stücke stammen wie üblich aus der Feder von Andy Matern und der weiß einfach, wie man unheilschwangere und düstere Melodien komponiert. Die Untermalung passt also absolut zum Inhalt und hinterlässt dementsprechend einen richtig guten Eindruck. Fazit: Die „Bibliothek des Schreckens“ bleibt eine Hörbuch-Reihe auf hohem Niveau. Die Geschichten aus der Feder von H.P. Lovecraft sind eigentlich immer eine Garantie für spannende Gruselunterhaltung und da machen auch 2/3 der vorliegenden Geschichten keine Ausnahme. Zwar ziehen sich die beiden letzten Geschichten etwas, aber dennoch ist das Gesamtresultat noch richtig gut. Mit David Nathan hat man einen phantastischen Sprecher vor dem Mikro gehabt, der die Geschichten lebt und das steigert den Spaß noch ein gutes Stück. Das durchweg positive Gesamtbild wird dann von den atmosphärischen Musiken, die erfreulicherweise auch im Background laufen, abgerundet. Wer die bisherigen Episoden der Reihe mochte, dem dürfte auch diese Sammlung von Kurzgeschichten zusagen. Alles in allem hat LPL-Records ein weiteres wirklich gutes Hörbuch seinem Sortiment hinzugefügt. ![]() ![]() ![]()
lord gösel |