Detektei Bates (1)
Höllenfahrt der Vogelnarren




Inhalt:
Als Reporter der "Birdy News" getarnt, schmuggeln sich Henry Bates und Becky Flemming unter die Passagiere eines Luxusliners: Schönheitschirurg Dr. Malcolm Sadicarus steht im Verdacht, hinter den Kulissen einer maritimen Papageienschau ein großes Ding zu drehen...

Story:
Der Name des Labels hat sich geändert: Aus hystereo ist nun foneo geworden. An dem spannenden Debüt der Hörspielserie Detektei Bates hat sich aber zum Glück (abgesehen von einer kleinen Layout-Anpassung) nichts verändert und das ist auch gut so, denn der Hörer bekommt hier eine spannende Detektivgeschichte geboten. Im Mittelpunkt steht der Ex-Polizist Henry Bates, der sich nun als Privatdetektiv versucht. Zu seiner Detektei gehören außerdem Sekretärin Becky Flemming und Ex-Safeknacker John Simmons. In ihrem ersten Hörspielabenteuer bittet sie Oberinspektor Stickleback um Hilfe. Um dem zwielichtigen Dr. Malcom Sadicarus das Handwerk zu legen schmuggeln sich die drei auf eine von Sadicarus initiiere Kreuzfahrt. Durch die Geschichte lernt man die Charakterzüge der verschiedenen Figuren kennen, ohne dass lange Vorstellungspassagen nötig wären. „Höllenfahrt der Vogelnarren“ erweist sich als klassische Detektivgeschichte mit einigen modernen Elementen. Hier wird man von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten.

Sprecher:
Für die Hauptfiguren der Serie hat man namenhafte Profis im Studio gehabt: Die Rolle von Henry Bates übernimmt Schauspieler und Synchronsprecher Stephan Schwartz und man kauft ihm diese Rolle ohne Probleme ab. Ihm zur Seite stehen des Weiteren Dorette Hugo (als Sekretärin Becky Flemming), Charles Rettinghaus (als John Simmons), Utz Richter (als Stickleback) und Thomas Franke (Sadicarus). Auch in den kleineren Rollen trifft man auf bekannte Stimmen wie etwa Konrad Halver aber auch auf einige nicht wirklich bekannte Sprecher. An der einen oder anderen Stelle merkt man schon, dass weniger bekannte Leute am Werke sind, da die Leistungen im Vergleich zu Leuten wie Stephan Schwartz oder Dorette Hugo eben schon etwas abfallen. Allerdings sucht man Totalausfälle zum Glück vergebens und somit kann man insgesamt betrachtet von wirklich guten Leistungen aller Beteiligten sprechen.

Musik und Effekte:
Laut Inlay stammt die Musik zu dieser Serie von hifidelio. Ich kann zwar nicht sagen, wer sich dahinter verbirgt, aber ich kann sagen, dass die musikalische Untermalung von „Detektei Bates“ gelungen ist. Grade das Titellied ist überaus passend und könnte auch ohne Probleme zu einer TV-Serie gehören. Bei den verwendeten Zwischenmusiken kommt stets eine gewisse „Detektiv-Stimmung“ auf. Genau beschreiben kann ich es nicht … einfach mal anhören und ihr werdet wissen, was ich meine. Auf der Seite der Effekte lässt man auch nichts anbrennen und zeigt, dass man in diesem Bereich seine Hausaufgaben durchaus gemacht hat. Es ist dabei auch egal, ob es sich „nur“ um Backgrounduntermalung handelt, oder um „echte“ Effekte, wie etwa Explosionen. Die technische Seite zeigt sich, wie auch der Rest der Produktion, als gelungen und kann überzeugen.

Fazit:
Nach dem Genuss dieser Produktion fragte ich mich mal wieder: Wieso gibt es eigentlich so wenig gute Krimi-Hörspiele momentan? Es wäre nämlich wirklich schön, wenn es mehrere Serien des Formats von „Detektei Bates“ gäbe: Sympathische Charaktere, spannende Geschichten und eine gelungene Umsetzung des Stoffs. Die erste Folge der Serie kann sich jedenfalls hören lassen, auch wenn man (noch?) nicht ganz an die Qualität von Titanias „Krimi Klassiker“ heranreicht. Man darf hoffen, dass es nun unter neuem Namen besser vorangeht als noch unter dem Banner „hystereo“ und dass in regelmäßigen Abständen neuen Folgen der Serie erscheinen werden, denn „Detektei Bates“ stellt eine Bereicherung in der Sammlung eines jeden Krimi-Fans dar und auch Hörspielmaniacs sollten die Serie mal anchecken. Alles in allem eine Produktion die Lust auf mehr macht und die wirklich gut ist.



lord gösel